x6 Sanrlung Merkwürdiger ^leärMen.
tonium: jener war der abgedachte Gemahl der Olympias I^uäovisi, mit welcher erkiomluno bekam : dieser lucceclirte dem Bruder , und ist der jetzige Fürst von ki-
OMVIllO.
Es starben nemlich 6rcZorii zwey erstgrbohrne Prinzen in ihrer Jugend, undblieben nur die nachfolgenden vier Prinzejsinen im Leben. Die älteste davon ist dians,und wurde, als Erbin, mit -tmonlo , dem gedachten Bruder QreZorii, vermählet:damit das neu ac^uirirte Fürstcntumm kiombino bey dem Haus LuoncompaZno,und mit den übrigen Gütern desselbigm vereinet, bleiben möchte. Es luccestirt«demnach nicht nur 4 nroniur 17^7. seinem damal verstorbenen Bruder Ore^orio;sondern es war auch die erzählte Ehe mit seiner Baasen fruchtbar: sintemal man, ausfer zwey vermählten Prinzeffinen, auch zwey Prinzen weis, ttntoniunicajccanumdenErb Prinzen, und kscrum Lrc^orlum. Beede sind ebenfals schon vermählet, undjeder Hak bereits wieder einen Prinzen.
Dieses ist also das jetzige Haus kiomkino. Zum Beschluß aber müsrn wirnochmal an unsern kaulum joräanem, was seine Person bctrift, nur mit ganz wem,gein gedenken. Sein Grosvater war, dem obigem zu Folge, kaulus lorclsnes l. Her-zog von Lracclano 8ec. Selbiger wird zwar nicht gar ksvorablc beschrieben, sondernihm, eines Theiles die Verschwenduug, andern Theiles ein boshaftiges Naturell, dasauch feine Thaten erweisen, beygeleget, jedoch auch die Tapferkeit im Krieg nicht absgesprochen: sintemal er sich unter Pädstlichen Fahnen gegen die Türken gebrauchenlassen, und insonderheit der berühmten Schlacht bey l.ep3nro mit groser äikinüion,und erworbener Ehre, bcygewohnet. Die Grosmutter war ilsdclls» «ine TochterLolmi k. Grosherzoges von Florenz, welche doch, nach dem Tod dieses ihres HerrnVaters, von ihrem Gemahl der Untreue, und Nachstellung seines Lebens, beschuldiget,auch deßwegen, nebst verschiedenen ihrer angeblichen (^onüäemen, hingerichtet ward.Was nun ksulus lorclsne; l. an seiner ersten Gemahlin gethan, das that seine zwey-te Gemahlin Virginia -lccoramboni gleichfals an ihrem ersten Gemahl krsncilcnkcrctti, und raumete ihn ausdem Weeg: wie man ihr nemlich Schuld gab, und ?2U-lum jorstsnem wegen der Theilnehmung nicht weniger in Verdacht hatte: obschonkeines kunke überwiesen werden. Sein Sohn, und unsers ksuli joräanir ll. Vaterhies VirZlnius, ein Ritter des güldenen Vlieses. Selbiger zeuget« 8-nachgehends erswachsen« Kinder: mithin hatte unser PaulJordan noch 7. Geschwistrige, als j-Schwesstern, und 4 Bruder. Jene waren: hlsris kelicia Gemahlin des von dem CardinalRichelieu enthaubtetrn Herzoges blenrici von ^lommorcnci, Usbella vermählet anc-elarcm von QonraAa Herzogin von Luastslla, und csmills vermählte von SorAke-1 c Fürstin von Lulmona. Diese: ttlexanäer tinCardinal, keräinLnstus von welchemund seinenSöhnen obengeredetworden, kraacilcus der den Orden JEsu annahm, Vir-ximue ein Maltheser Ritter und hieraufCarmelit. Unter diesen war kaulusjorelsne,der älteste: daher er auch den Besitz von Lrsccisno hatte- wogegen, bey seinem Leben,der lungere Bruder kerüinmiüus den Titu l eines Herzogei von 8 Lemini fuhrete,welchen«r erheyrathet hatte: wozu nachgehends der von kraccisnn kam: weil unser Paul Jor-dan, schon angezeigter Massen, ohne Erben mit Tod abgieng, und zwar 1645. wor,auserhelletdaß er noch in seinem Leben, nemlich bey seiner Gemahlin 16)4. erfolgten»Tod, das FLrstrntumm und den Titul von kiomkino wieder ablegen musen: alswelches beedes bereits in dem angezeigtenJahr »6;4 dastzaus l.uäovik an sich gebracht.
Lutorer : Instar omnium jac. Will», lmkofcorpu, ttistoriae Qeneslozicse l»s-Use Le ttispLnise, vel Ljusst. LencaloZiae vitzinci illustrium in Ir-Iis ksmiUsrum»Lpcneri Opus ttrrsläicum 8cc. -___
Den »6. brbr. 174z