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de auf dem ganzen Reichstag wenig fruchtbares ausgerichtet. Nichtdie geringste Ursache davon war die gedachte Unpäßlichkeit des Kaisers,welche ihn verhinderte eher als den »6. klaj. anzulangen: wiedennauchder König kerämsnäus erst spat eintraf, übrigens aber von allen Stän-den sich gleichfals nur Gelände, einfanden, und vor des Kaisers Ankunft,dessen Gesunden den Bischoff von Augsburg ausgenommen, gar keinNeichsfürst anwesend war.
Die Kaiserlichen Gesunden waren also gedachter Cardinal und Bl-schaff von Augsburg , und Graf Friedrich von Fürftenberg: von demPabst aber stellete sich dessen Nepot, der Cardinal k^rnele. als dlunci-us, sidoch erst nach des Kaisers Ankunft, ein. Die Haubt propolieiongeschah von dem König b'eMn-mao den 24. worauf die Catholi-schen Stände mit einstimmeten, und darauf bestunden, daß man die Re-ligions Sachen auf das coocilium verweisen, und allda aus dessen Aus-spruch ankommen lassen mäste. Nur allein die zwey Churfürsten, Uer-MLN0U8 von Cvln, und kriäericus von der Pfalz, welche beede bereitsfür ihre Person dem LvsnZelio sehr bey pflichteten, waren dagegen, undcontormireten sich mit der Meinung der Protestanten. Diese behaubie-ten, es mäste von der Religion zu erst gehandelt werden , und wäre hieder Ort dazu; denn das Concilium, worauf der Pabst pracliäirete, undalles thäte, welcher doch ihr Gegentheil wäre, mit dem sie eben die Sa-che aus zu machen hätten, kämen sie unmöglich erkennen- Es wäre abervor allen nöthig den Protestanten Frieden zu geben , und zwar eben desconcilii wegen um so viel mehr: denn da der gemachte Frieden nur füreinen inreri ns Frieden, biß zudem Ausspruch eines concilii»gehaltenwürde; so wäre sich nunmehr bey diesem concilio. das ihnen nothwen-dig conri-aii-e seyn mäste, nicht mehr darauf zu verlassen, hingegen et-was schwehres von denen Unterthanen eine Beysteuer zu dem Türken-krieg abzufordern, und ihnen selbst, wegen ihrer und der ihrigen,nicht nurGüter, sondern auch Lebens und Gewissens, keine Sicherheit verspre-chen zu können.
Auf solche Art wurde vergeblich gehandelt , ehe der Kaiser noch an-langete, und auch nachgehends da derselbige bereits gegenwärtig war,biß endlich der Reichstag den 4. ohne Frucht aufgehoben werdenmuste. Statt dessen schrieb der Kaiser, nach vorher zu gehendem collo-quio im December dieses Jahres noch zu Regensburg, eben dahin aufden /»nasrium des folgenden Jahres t f46. einen andern Reichstag aus:worauf sich, den damaligen 6 e 5 eLk zu ersehen, die Fürsten in Person ein-finden sollen: wiewol die Catholischen Stände wieder das eolloquwm.
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