Band 
Siebendes Jahr 1743.
Entstehung
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L. r74i- to. Woche.

nicht walte Gehorsain leisten, alsdenn wollen wir Ferdinand,Albertus rc.genanten Churfürsten zu Sachsen mir unserer höchsten und stärksten Macht,Lauts und Inhalts folgender Articul, in seinen Sächsischen, Meisnischen,und Thüringischen Landen, wir wigand und Lonrad rc. rc. genanten <Lhur-fürsten in seinen Fränkischen Landen , auch aufs stärkst, und höchsterMacht, überziehen, seine Schloß, Städte, und Flecken, zu erobern, ihnderselbigen zu verjagen , und ihn oder seine Rinder nimmermehr dareinkommen zu lassen , nun fortan zu ewigen Gezeicen. Und wenn wir sol-ches geendet, nachdem die von Magdeburg der Heil. Röm. Rirche, Raiferl.Majestät, und den: Stift Magdeburg, abtrünnig und treulos worden,wollen wir dieselben auch überziehen zu Gehorsam der Riechen, und zuUnterrhanigkeit, zu bringen.

In dem dritten Articul wird ausgemachet, wo der Herzog LeorZn» sziren so!»le, nrmlich, damit er die Erbvereinigung nicht drecke, nicht unmittelbar gegen denChurfürsten, sondern in Schlesien, Mähren, und Lausniz, gegen die dasigen Evan,Mischen. ,

Der vierte Articul theilet den Gewinn aus; daß nemlich Konig Ferdinand, unddie beiden Churfürsten von Mainz und Brandenburg, was sie in Sachsen eroberten,biß a«fdieb«denFürstrntümmer( wie stehle helfen) Storka und Beßkau , welche fürdie Unkosten an Brandenburg fallen sollen, dem Herzog Leor^io, die Stadt Mag-deburg aber dem Erzstift dksesNamens, Herzog 6-orgim hingegen, was er in den»giAiurten Landen einnehmen würde dem König kerämansto, ausantworten , undendlich die zwey Beschösse ihre Fränkischen conguccten für sich behalten sotten: jedochdaß in Ansehung dieser lcztrn dem Herzog SeorZio frey stünde, sie, gegen Auslegungder Kosten, Ln sich zu lösen. Auf welche Art, biß auf Bayern, und Saljlburg,je-der Theil etwas, Leorgiue aber das Beste, bekommen hätte.

In dem fünften Articul gieng es über den Landgrafen von Hessen , doch nochetwas säuberlicher als oben bey Chur Sachsen: denn er sötte zwar auch gütlich ermäh-net, und wo er nickt von dem i-'.vsnzeüo abstünde vertrieben, jedoch, nebst conlervi-rung des Leibgebingcs und Vermäcktnises seiner Gemahlin (Herzoges LeorzüToch-ter) ihm selbst jederzeit der Ruckwecg offen gelassen, und, bey Aenderung des Gemü-thes, sein Land wieder ohne Entgeld eingeräumet werden, widrigen Falles aber auchdem Herzog 6cor§io, gegen Erstattung der Kosten an die zwey Fränkischen Bischöf-fr, verbleiben

Die übrigen Puncte handeln von der Art und den Umständen des Angusses,«»ich Suchung und Aufnehmung mehrerer Bundes Verwante». Insonderheit wirdttipuliret wie viel jeder Theil an Volk oder Geld comribuiren soll, als : Nach Un-garn Chur Mainz 10222. fl. Chur Brandenburg 202. Pferde drey Monate, Salz-burg 8000. fl. Herzog Georg »22. Pferde auf sechs Monate, dieHerzogen von Bay-ern 1222. Knechte auf sechs Monate, entweder in nsrura, oder an Geld, für jedenMann das Monat 4. fl. Wieder den Churfürsten von Sachsen: König kcrstman-«lus 8222. zu Fns und >520. zu Pferd, in eigener Person zu commenstiren, ChurMainz uud Chur Brandenburg jeder 6220. zu Fus und 1200. Pferde, wobey derChurfürst von Brandenburg in Person seyn soll, Würzburg will auch in eigener Per,svn ziehen, als Herzog in Franken, und Haben, samt Bamberg, 40-2. zu Fus, und822. Pferde, Salzburgund Bayer« wollen nach Würzburg 4220. Knechte,oder siviele Schweizer, schicken, und Herzog Leorgius so viel Volkes nehmen als genug se„e.

Zur».