Band 
Siebendes Jahr 1743.
Entstehung
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Samlung Merkwürdiger ^eäaiHen.

Churfürsten deßwegen lsriLt,Ltlr>nwelcher auch gegen k.uckerum gro-sen Ernst wies, und ihm, wofern er das crimen nicht von sich ablehnenwürde, eine ernstliche snimastverlroo bedeutete: wogegen I^urfterur sichverantwortete, daß er mit den hatten exf.reMonen ^eorgium nicht alseinen Landesfürsten angegriffen, noch weniger die Unterthanen zur Auf»rühr und Wiedersetzung, sondern vielmehr zur Gedult, sich willig verja-gen zu lassen angemahnet, auch jederzeit den Gehorsam, und Obrigkeit-lichen Stand, welchen im Gegentheil seine Widerwärtigen herunter zusetzen sucheten, in seinen Schafften und Lehren erhoben.

Schon vor diesem lezten Umstand, im Jahr isrg. ereignete sich ein« andere,haubtsachlich hicher gehörige, und an sich weit wichtigere, Begebenheit, nemlich derso genante Packische Bund, oder vielmehr „n angegebenes, von ksccio dem Herzo-gen Lcorgio und mehrern Fürsten aufgebürdetes, Bündnis wieder die Protestanten.Dieser Otto kscoius war von Adelichem Herkommen, sonst ein Rechrsgrlehrter, oderkoliricus, und einer der vornemstcn Räthe des Herzoges Scorzjj, welchen derselbeauch auf die Reichstage, nach Nürnberg 1524. und nach Speyer isr6. verschicket.Selbiger that dem Landgrafen rlttlippo von Hessen bey einer Unterredung von frey-en Stucken die Eröfnung eines solchen Bündnises, zeigele auch eine Abschrift vor,und soll dafür 4002. oder, wie andere wollen, swo. fl. bekommen haben : woge-gen er das original selbst zu liefern versprochen, tzanbtsachlich solte es in Vreßlauzu Stand gekommen, jedoch auch zu Mainz daran gearbeitet worden seyn : weß-wegen es in damaligen Scl.risten prowistue das Breßlauische, und auch dasMain-jische, Bündnis genenner wird: zu conrrslicnren aber wurden folgende Fürsten an-gegeben: kcrstinsuLlui König in Böhmen (wie er hie nur allein genennet wird ) Al-bertus Churfürst zu Brandenburg , blscckscus Erzbifchoff zu Salzburg , VigsncluiBischoff zu Bamberg, conrsstur Bischoffzu Würzburg, LeorZius Herzog zu Sach-sen, Wilkelmu; und t-uelovicur Herzoge in Bayern- Diese befinden sich in dem ?rn-elucirten^rojeL: daher auch bey dem Hortleder dem kabricio wiebersprochcn wird,welcher, über selbige, noch die Churfürsten von Trier und Pfalz, auch den Herzogttcnricum von Braunschwcig, und noch eiueu Fränkischen Bischoff, welcher Eich-städt seyn müsse beyfüget: wie es denn auch , was Chur Trier und Pfalz betrift,dessen nachgehends i-uerponirte meciiscion wirderspricht-

In dem ersten Artickul wird üjpul stet vor allem drm König kcräinanäo Ungar»t» versichern, worauf««über die Protestanten hergehen solte.

Der zweyte äeünstet diesen Religions Krieg: daher ihn, weil es die Hauptsa-che, ist von Wort zu Wort zu inlcriren nicht ermangeln kan: Und wollen alsdeii»,heiset es, auf den ersten Befehl, den uns Kaiserliche Usajestac, unser ailer-gnädigster Ueber Herr Bruder, und gnädiger Herr, aus Hispauieu zuschi-cken wird, den Churfürsten zu Sachsen gebieten, daß er uns Martinum-Luther den Erzkätzer soll überreichen, samt allen Erzkätzerischen Predi-gern, Pfaffen, ausgeloffenen Mönchen, Nonnen, und andern Geistlichen,die ihn ihr Habit, Religion, und Geistlich Wesen, verändert haben: da-neben daß er das Amr der Heil. Meße, alle Ceremonien, Digilien, Seel-meß, wie die Namen haben mögen, und von Alters hergebracht wordenseyn, deßgleichen Rirchen, Llöster, Llaufen, wiederum soll aufrichten.Und so er deß in Mangel stehen wird, und Raiseriicher Majestät in dem

nicht