Band 
Siebendes Jahr 1743.
Entstehung
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»r. Woche. 8Z

unerachtet ich sonst die Auskratzung der lezten Jahrzahl allerdings nureinem Besitzer dieses Gepräges zuschreibe.

Der Gröse nach kan selbiges billig ein mestsillon genennet werden,und übertrift darin einen ordentlichen Dvppelthaler : jedoch die Dickeund Scbwehre stimmet nicht bey : sintemal es in Silber nicht gar r.Loth ?. Hvint hak.

In Ansehung des reverles sehe ich keine bessere Gelegenheit wovor»zu reden wäre, als die Gelangung kerstinsnUi zur Kaiserlichen ctigmcsev.Hievon habe zwar schon in der 2z. und 24. Woche des Jahres 174'-geredet : jedoch ist leicht zu erachten, daß von einer so wichtigen Sachenoch gar vieles zu sagen übrig. Es wird mir demnach auch jezt nicht auMaterie fehlen, solche, vornemlich den Punct der Wiedersprechung, wel-chen derselbe bey der Wahl zum Römischen König gelitten, weiter aus-zuführen, und zwar dergestalt, daß ich zwar dasjenige was in der cicirterr2?. Woche »741. bereits angebracht, der connexion wegen nicht unbe-rühret lasse, haubtsächlich aber mich bey demjenigen was dort nicht Platzgefunden, aufhalte.

Es wurde nemlich aufdem grosenReichstag zu Augsburg l s;o.bereitSnoch bey Anwesenheit der Protestanten zwar vieles von der vorseyendenWahl Feräinsnäi zu einem Römischen König geredet, aber nur priva-tim und Erzählungs Weise, ohne daß dergleichen würklich in propoli-rion gekommen wäre , oder man auf eine völlige Richtigkeit, zumal daßalles so schnell vor sich gehen solte, hätte gründen können. Nach der Ab-reise des Landgrafen und Churfürsten von Sachsen hingegen ergab sichdie Sache deutlicher : und erhielt insonderheit der eine Sächsische Ge-lände Taubenheim den rf. 0 Lot»r. durch die Herzoge von Bayern dieVersicherung davon- Daß Herzog Wilhelm von Bayern lieber selbstbey sich ereignetet Gelegenheit durch rechtmäsige Wahl den KaiserlichenThron bestiegen hatte; ist nichts unmögliches , so viel aber ganz gewißdaß das Haus Bayern, wie mehrere Fürsten,Ursache zu haben vermeinet,die Wahl kerclinLnci! für unnörhig und prsejusticirlich zu halten- Weildie Herzogen auch wol gesehen, daß sie in solcher Angelegenheit sichhaubt-sächlich an die Protestanten zu sclärelstren hätten; so mag ihre dama!bezeigte G elindigkeit in Religions Sachen nicht wenig von diesem Grundhergerühret haben. Der Taubenheimischen relsrion gemäs , welche eran feinen Herrn erstattet, habe« sie denselbigen angefrischet, sich der Wahlzu wiedersehen, auch selbst einen Gesunden Namens Weisenfelder an denChurfürsten von Sachsen geschicket, und, bey einer Gelegenheit wie derandern,ihm in dieser Angelegenheit zu Mstiren versprochen.

L r Bald