Scrmlmig Merkwürdiger X^eäsillen.
^ Bald hierauf brach dieselbe völlig aus: indem nemlich der Kaiser.denen übrigen Catholischen Churfürsten die Ursachen einen Römischen.König, und zwar seinen Hrn. Bruder keröinsnäum. zu erwählen vor-getragen , auch diese dieselben genehm gehalten. Wie solche nachgehendeauf dem Wahltag selbst in rorma proponiret worden ; bestunden siehaubrsächlich darin: daß der Kaiser wegen seiner weitläufigen Länder,vicht beständig in Teukfchland seyn könne , die Zeiten aber sehr mißlichwären, insonderheit der Zustand in Teutschland, wegen der ReligionsiStrittigkeit, der Gefahr von den Türken, des neulichen Bauern Auf-standes , und sonst vieler Unordnung: wie denn das neulich errichtete Re-^giment die verhofte paririon nicht gefunden: daher es nöthig wäre einenRömischen König zu erwählen, welcher, so wol in Ansehung des Reichesals des Kaisers , diejenigen Eigenschaften hätte so der König berclinsnäurbesitze. Die Churfürsten liefen sich dieses gefallen, und ward also derWahltag beliebet, nach Cöln verleget, und auf den rz. Oec. noch ebendieses Jahres 15 ro. ausgeschrieben.
Der Churfürst von Sachsen war nun nicht mehr mit in diesem Rath:es wurde ihm auch nichts davon communiciret: weil man wol erachtenLunte, daß er feine Einstimmung schwehr dazu geben würde; ja eben deß-wegen fieng man an zu 6 eUberiren, ob man seiner nicht gar bey dem gan->zerr Wahlgeschäst los werden könte, als dabey er mehr HindernusdennlVörderung geben dürfte.Das beqvemeste Mittel ihn zu exclucliren wür-de der Päpstliche Bann gewesen seyn, und glaubeten viele daß die Bul-le bereits fertig an das Licht zu tretten. Jedoch hieraus wurde nichts ,und endlich auch beschlossen ihn würklich zum Wahltag zu verschreiben.Er erhielt demnach an einem Tag, nemlich den -8. dlov. die Schreibenvon dem Kaiser und dem Churfürsten von Mainz, welche beede ihn aufdie angezeigte Zeit nach Cöln beruffeten, jenes unter dem Fürwand un-genanter wichtiger Geschäfte, dieses ausdrüklich zu einer Römischen Kö-niges Wahl. , ^ .
^ Der Churfürst solennes von Sachsen , der nicht für nöthighielt auf diesem Wahltag zu erscheinen, wieder welchen er vielmehr zu ex-eipiren gesonnen war, begab sich stakt dessen nach Schmalkalden: denn,inzwischen man zu Cöln auf die Wahl zurüsteie, wurde an lezt gedach-temOrt,von dem2r.OeL.an,eineZusammenkunftderPrvtestantengehalten:welche der Churfürst veranstaltet, und seine Bundesverwante, über dieKönigs Wahl zu öelibek-iren, dahin beruffen. b.urkerus der , zumalHn selbige Zeit, gar sehr von aller Thätlichkeit und Wiedersctzung ab-mch, war zwar anderer.Minung: denn her Churfürst hatte dem Canz--