I »4 Samlung Merkwürdiger ^eäslllen.
er doch solches Werk eine geraume Zerr seiner Regierung durch haubt-sächlich vor allen andern, und zwar mit solchem Ernst, daß der wichtige Mo-scowilische Krieg vielmal schläfrig darüber geführek wurde. Gleichwol,da der Pabst nachgehsnds seine Aufführung , in Ansehungder Gclindigkeit, Verstellung, und luccellivcn incroöuÄIon, nicht bil-ligen wolte; machete er Mine sich gar mit der Griechischen Kirche zu ver-einigen : denn diesen Schein wolte er jederzeit öffentlich haben, daß er kei-nes Weeges den Vorsah hätte, die Päbstliche Religion selbst einzufüh-ren, sondern nur einen Mittelweeg: da man nemlich das Gute so in je-ner wäre beybehielte, und die Fehler welche in der Evangelischen Reli-gion eingeschlichen abstelle.
Zu Aufmunterern, und relpekivs Beyständen, hatte er, nebst derKönigin ( welche so eifrig auf das Werk war, daß sie den Jesuiten undxymrisüo zu Brunsberg Ivcroo. Thaler vermachete: um Güter davonin Preußen an zu kaufen ,, ,und großen Theiles von den revenuen jungeS hweden in ihren prlncipns zu erziehen) ihren Bruder den auch schonerwähnten König in Polen 8iglsmun6um ^ugultum. Hiezu kam sogar die Crone Frankreich: deren i s 7 s. nach Schweden geschikter Ge-sünder, wie Ikusnug selbst bezeuget, vornemlich das Religionswerk incommMs hatte. Der Cardinal ZrLmziaus ttolius trug das seinigeauch eiferig bey. Von dem Pabst aber fand sich der blunciu8 ^nroni-«8 ?ottevinu8, erstlich heimlich, so denn aber i s 78 . öffentlich, jedochauch noch unter dem Namen eines Kaiserlichen Gesunden, ein. Mitund vor diesem längeren verschiedene Jesuiten an , und blieben geraumeZeit, aber verkleidet in politischem Habit, in dem Königreich, ioksn-E l-jerbelkus, oder Herbst, der ^Königin Beichtvater, war ein geheimesInstrument, und das vornemste öffentliche l-aurenciuz dttLolsi aus Nor-wegen: welcher unter dem Namen Lloster Lasse am dekantesten: weiler, nachdem er, eben um die Zeit da die rechte birur^iL zu Stand kam,verschrieben worden, zum kroksllor Ibeologlae im Closter auf demMunkholm bestellet wurde. Dieser grief das Werk sehr listig an: denner nahm, wenn er lehrete, die Schriften burberi mit sich , cicirete aberganz verkehrt: nemlich , theils diejenigen Stellen so an sich etwas hartlauten, ohne die connexion, und darauffolgende, oder anderswo befind-liche, Erklärung, bey zu fügen, theils diejenigen welche von burkero gleichim Anfang, ehe er in der rekormsrion weiter fort gegangen, geschriebenworden, mithin den Päbstlichen Meinungen noch in einigen Stücken 5a-voriüren. Gleichwol, weil er seinen »aclicoribus die eigenen Worte
zeigete,