der Regierung Ludwigs xiv. 267
An der Gränze von Savoyen eroberte der Marsch«l von Vikare die zwo Stab»te von Sezana, im Angestchte des Herzogs von Savoyen / welcher mit einem Theileseiner Armee die Truppen unterstützte, die er in diesen zwo Städten hatte , derenRingmauern mit vielen Schußscharten versehen waren.
Der Herzog von Savoyen erobert das Fort Fenestrrkles.
In Spanien erobert der Graf Mahoni Alcoy, nach einer zweymaligen Bestür-mung , welche die Belagerten tapfer aushielten. Die benachbarten Orte unterwarfensich alsobald dem Könige von Spanien ; so , daß dem Erzherzoge in dem KönigreichValencia nichts mehr übrig blieb, a's Denia, Alicante und Villa - Ioyosa.
Zwälfhundert Mann Infanterie, vierhundert Reiter, und zwölfhunderk Mftgrielets wurden bey Falcete in Catalonicn, von dem königlich spanischen Gcnerallieute-«ant Gactano, den der Herzog von Orleans mit einigen Truppen gegen sie ausgeschickthatte, überrumpelt und geschlagen.
Die Stadt Tortosa und das Schloß ergiebt sich an den Herzog von Orleansmit Capitularion. Er hatte solche den zwölften IuniuS berennek, und in der Nachtzwischen dem ein und zwey und zwanzigsten wurden die Laufgräben erösnct. Seit demwar gedachter Prinz fast beständig bey der Belagerung zugegen. Seine Anwesenheit,wodurch er den Truppen einen Muth machte, und seine Aemstgkeit, womit er für al-les nöthige sorgte, beschleunigten die Übergabe dieses Platzes, welches einer der festestenund wichtigsten in Catalomen ist. Das Schloß Ares, welches nicht weit von Morellaentfernet und wegen seiner Lage sehr fest ist, ward in der Capitularion mit begrif-fen. Das Fort St. Johann, vermöge deßen man von dem Haven Alfaqucs, zurrechten Seite an dem Ausfluße des Ebro, Meister seyn kann , ergab sich gleichfalls.Alan fand in Tortosa, als es die Feinde räumten, sechzig schwere Stücke, zwölfMörser, dreystgtauftnd Stückkugeln und fünfzehnhundert Centner Pulver.
Die Stadt Deuia in dem Königreiche Valencia, ward von dem Ritter von As-feld , vier Tage nach der Eröfnung der Laufgräben, mit Sturm erobert. Hierausgrif er das Schloß an, welches sich den fünften Tag nach der Eroberung der Stadtergab. Die Officiers und Soldaten von der Besatzung blieben Kriegsgefangene. Manfand in diesem Schloße fünfzig Stücke, drey und zwanzig Mörser, tauftnd Fäßcr Pul-ver , und eine Menge anderer Kriegsbedürfniße.
Die Stadt Alicante in dem nämlichen Königreiche, ward, nach einer dreyta-gigcn Belagerung, von dem Ritter von Aefeld gezwungen, zu capituliren. Sie er-gab sich mir allen Schanzen, ausgenommen das Schloß. Die Rciterey, so darinnenlag, mußte, bey dem Abzüge, ihre Pferde zurücklaßen.
Villa - Ioyosa, eine andere Stadt in dem Königreiche Valencia, unterwarfsich dem Könige von Spanien, auf erhaltene Nachricht von der Eroberung der StadtAlicaute.
Der Graf Guido von Stahrenberg, der die Armee des Erzherzogs in Cata-lonien commandirte, suchte Tortosa zu überrumpeln, indem die Vefestigungswerkenoch nicht gänzlich wieder hergestellet waren. Allein sein Unternehmen schlug fehl.Er ließ drey Angriffe thun. Bey dem einen, an dem St. Johanniöthor, wurden sei-ne Truppen von dem ersten Bataillon des Regiments Blesois , und bey dem andern,an dem Tempclthor, von dem zweyten Bataillon dieses Regiments , zurückgetrieben.Aber «r bemeisterte sich bey dem dritten Angriffe der Vorstadt, die an dem Thore von
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