Band 
Funfzehnder Theil. Vom Jahre 1643. bis 1715.
Entstehung
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DMnvere

Wufalle.

April.

S.iMay-

Oct-

Remvlms liegt. Der Commandant des Platzes, Dvn Adrian von Bretancourt, thatmit einem Theile seiner Besatzung einen Ausfall, mn die Feinde wieder aus diesemPosten zu treiben. Er grif sie mit dem Degen in der Fausdan, ward aber gleich imAnfange des Gefechts gerodet. Der Untrgouverneur, Herr von Longchamp, tratan seine Stelle , und fuhr fort , gegen die Feinde loszudringen. Sie kamen, beyihrem Zurückzuge, in das St. Iohanniskloster, wo sie sich fest setzen wollten. Meiner trieb sie, vermittelst des schweren Geschützes, auch aus diesem Posten; und sie muß-ten sich in der Nacht fortmachen , nachdem sie über siebenhundert Mann verlohrewhatten. Unter den Truppen von der Besatzung wurden nicht mehr als sechzig Mann«getödet und verwundet.

Der Generallieutenant, Graf von Gaßee, der sich bey verschiedenen Gelegen-heiten hervorgethan hatte, wurde zum Marschal von Frankreich gemacht, und nenntesich Marschal von Matignon.

Der Herr von Torcy kommt nach Haag, um dem Pensionär Hclnsius Fris-LenSvorschläge zu thun. Der Herr Rouiller, Präsident bey dem großen Rathe, hat-te schon verschiedene geheime Unterredungen mit zween Abgeordneten von Hollandgehabt.

Der Marschal von Nvailles, Herzog und Pair von Frankreich und vormaligerVicekönig von Catalonien, wo er die Armeen mit Ruhm commandiert hatte, starb indem neun und fünfzigsten Jahre seines Alters.

r 7 s 5.

StaatS « und In den Niederlanden wird die Stadt Brügge und das Fort Plaßendal von'

Lriegssachrir. den Franzosen geräumt.

L. Jann. Der Generallieutnant, Graf von Artagnan, überfiel sechzehnhundert Mann

p^und L.Jaim. die sich in Warmeton an der Lis, verschanzt hatten. Viele wurden getödet, und acht-hundert, nebst einem Brigadier und vielen Officiers, mußten sich auf Discretion er-geben. Auf unserer Seite, blieben bey diesem Vorfalle nicht mehr , als zween Sol-daten todt.

Hln Belagerung der Festung Dornick. Die Feinde siengen den sieben und zwanzig,

^ sten Iuniuö , frühe gegen sechs Uhr, an,. Doruick zu berermen, indem ein Zug Reite-

rey'bey dem Ryßeler, Thore anmarGrt kam. Der Prinz Eugen und der MylordMarlboroug commandirren ihre Armee, und führten mit cineinander die Belagerung.

Ludwig Carl von Hautfort, Marquis von Sürville, Generallieutnant der'Armeen des Königes, der als Commandant in diese Festung war gesetzt worden, fandbey seiner Ankunft daselbst , daß gar kein Vorrath von Lebensrnitteln vorhanden war>und gab sich alle mögliche Mühe, um welche zu bekommen. Er ließ den vier undzwanzigsten May ein genaues Verzeichnest von dem, was in den königlichen Magazi-nen noch übrig war, aussetzen. Sie waren so schlecht versehen, daß man in allem nichtmehr , als eilfhundert und fünfzehn Säcke, nämlich , hundert und neun und fünfzigSäcke mit KorU, und neunhundert und sechs und fünfzig Sacke mit Mehl , darinnen!fand ; und es grenzen- täglich sechs und sechzig Säcke auf den- Unterhalt der Be-setzung- ^ ,

Der Herr von Sürville übersendet dieses Verzeichniß dem Kriegsminister ,Herrn von Chamillart, und berichtete ihm ,- den fünf und zwanzigsten May 5 Die

Stadt

. 2- Schreiber,! des Hervu van Sürvrile an de» Hma von Eharpillart, den Map. Au/du». Origlnnle«.