Band 
Funfzehnder Theil. Vom Jahre 1643. bis 1715.
Entstehung
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4-2O Sammlung der vornehmsten Friedensschlüße

Thäler» Coma diese» gegenwärtigen Krieg, an allen Orten, auch die geringste Ursachen zur Uneinigkeitchw behMjch -ns dem Mittel zu räumen, damit die Dauerhaftigkeit, sonderlich die Ruh in Italien,die offtmahls durch die absonderliche Streitigkeiten, welche zwischen den Fürsten, dirallda ihre Lander haben, turbirt worden , möge desto bester bevestigck werden ; So ha,ben sich die beyden Kömge verglichen und abgeredet, daß sie einhellig, lauter und in»stündlich ihren Fleiß und Vorbitk bey unserm heiligen Vater dem Pabst wollen ein unddarzwischen legen und anwenden, bis sie von Sr. Heiligkeit mögen erhalten haben, daßsie vor angenehm habe, die Streitigkeit, welche der gemeldtc Herzog zu Modena nuneine so lange Zeit her mit der apostolischen Kammer hat, wegen des Eigenthums undBesitz der Thäler Comachio, ohne fernern Aufschub durch einen Vergleich oder durchRecht beyzulegen und zu enden; Und hoffen gemeldte Könige von der höchsten Billigkeil Sr- Heiligkeit, daß sie die billige Begnügung, die man einem Fürsten mag schul,dig seyn , besten Voreltern sich soviel um den heiligen Stuhl verdienet haben, und wel,cher in ein so wichtiges Intereße bishero bewilliget hat, auch seine Partheyen selbsten zuRichtern zu nehmen, nicht werde abschlagen-

Desgleichen 122.) Die beyde Könige, eben wegen gleicher Betrachtung, den Saamen aller

auch dem Her> Zwisten , d,e die Ruhe in Italien wogten betrüben , mit den Wurzeln auszureuten,NuWieoei ein, haben sich such verglichen , daß sie miteinander lauter und instandlich ihre Gebühr undlösaug Castro Vorbitt bey unserm heiligen Vater dem Pabst wollen einwenden , bis sie mögen vonrmd Roucigiie» Sr. Heiligkeit die Gnad erhalten haben, welche Ihre Majestäten offt und viclmak^ schon ein ?eder absonderlich vor den Herzog zu Parma begehret haben, damit er möge

Macht haben zu unterschiedenen gelegenen Zeilen die Schuld abzuzahlen, die er bey derapostolischen Kammer auch zu unterschiedenen Zeiten gemacht hak, und daß durch solchMittel und mit Verpfandung oder Veräußerung eines Theils feiner Länder Castro undRoncigliom er möge Geld aufbringen , soviel ihm nothwendig, den Besitz der übrigengemelkten Oerter zu erhalten: Welches Ihre Majestäten von der Güte Sr. Hcili'gkekkKosten, nicht weniger aus Bcglerd, die sie werden haben allen Gelegenheiten der Zwie,ttacht in der Christenheit vorzukommen, als aus seiner Bereitwilligkeit, einem Haust, wel-ches sich soviel um den heiligen Stuhl verdienet hat, die Gunst und Wohlgewogenheikzu erweisen. *

Aankreich und »o r.) Die höchstgemeldte Könige haben darbot gehalten, fre könne» gegen GOtkn die Gnad nicht bester erkennen, welche sie von seiner höchsten Güte empfangen haben,den im Reich"' der ihnen die Begierd eingegeben, und die Mittel eröffnet und gezciget.hat, sich mit«nd im Nordn einander zu befriedigen, und ihrem Volk die Ruhe zu geben, als daß sie sich daraufbefördern heb begeben, und sich dahin bemühen, soviel sie können, daß sie eben die Ruh auch an,kn. dern christlichen Standen verschaffen lind erhalten mögen, deren Fried ist zum Theil

schon geftöret, oder siehet darauf, daß er alkerirt und geändert werde; Jhre Ma,Mattn nachdem sie mit großen Mißfallen den gegenwärtigen Zustand und Anstalt desTcutschlandes, und anderer nordischen und milternächtischcn Länder gesehen , wo derKrieg ist angezündet, und der sich noch weiter im Reich durch die Uneinigkeit der Für,sten und Stände anfeuern möge, haben sich verglichen, bleiben bey dem Abschied, undsind enrschloßen, ihre Gesandten ohne Aufschub abzuschicken, oder diejenige , die sie schonim Reich haben, mit gcsammter Zusammenstimmung handeln zu laßen, damit in ihrem, n Namen, und durch ihre Unterhandlung ein guter und geschwinder Vergleich getroffenund angestellet werde, sowohl wegen aller Streitigkeiten, die die Ruhe des Reichs mä,gtzw verwirren, als wegen dersclbigen, welche etliche Jähr her haben den Krieg in denMtzern nordischen Ländern verursachet.

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