2. GRUNDLAGEN DES WISSENS-
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Jede dieser Naturgeschichten besitzt ihre besondere, meistderselben Vorgesetzte Naturlehre, worin die aus ihr abgeleitetenallgemeinen Resultate, die zugleich als erklärende Principienihres speciellen Inhalts dienen, zusammengefasst werden.
3. fti-undlagen des Wissens.
Unsere Erkenntniss beruht, abgesehn von der mittelbar, durchUeberlieferung erhaltenen, einerseits auf der zum Bewusstseingelaugten sinnlichen Wahrnehmung, auf Erfahrung, Empirie,andererseits auf dein reinen Denken, oder der Speculation,Ueber die Frage, ob die eine oder die andere dieser Grund-lagen in höherem Grade oder ausschliesslich zu berücksichtigensei, wenn wir nach wahrem Wissen streben, gehn die philo-sophischen Schulen nach zwei Seiten auseinander.
Der Sensualismus leitet alle unsere Vorstellungen abvon sinnlichen Eindrücken, alles Wissen ist empirischen Ur-sprungs. Durch Verbindung und Verarbeitung dieser Vorstel-lungen gewinnt der Verstand allgemeinere Begriffe und erhebtsich zu höheren ldee’n. Im Alterthum war diese Ansicht vor-züglich vertreten durch Aristoteles 8 ), in neuerer Zeit durchLocke 12 ). Weiter gehend führen Anhänger dieser Schule auchalles. Denken auf körperliche Thätigkeiten zurück und läugneneine neben oder über der Sinnlichkeit stellende Geislerwelt; imGegensatz zu dem Dualismus des gemilderten Sensualismus,bildet das System sich aus als Materialismus und Atomis-mus, d h. als die Lehre, dass alles Existirende aus der zu-fälligen Vereinigung kleiner untlieilbarer Körperchen, Atome,entstunden sei. Diese oder ähnliche Ansichten vertheidigten imAlterthum Le u kip pos ■*), Demokrit 5 ), Epikur 6 ): Lucre-tius 9 ) machte dieselben zum Gegenstand eines Lehrgedichts ;im 17. Jahrhundert huldigten ihnen Ga sse ndi l0 ); im 18. Jahr-hundert Hartley 16 ), Priestley 26 ), C on d i 11 a c 21 ) , Hel-