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2 . GRUNDLAGEN DES WISSENS.
vetius 22 ), D ela mettrie 17 ) , und die Verfasser der Encyklo-pädie, Diderot 20 ) und D ’ Al emb erl 23 ) ; in unserer Zeitmehrere deutsche Physiologen und Anhänger der älteren fran-zösischen Philosophie. Der Sensualismus von Locke und dieUnzuverlässigkeit der sinnlichen Wahrnehmung führten Hume 19 )zum Skepticismus.
Der Spiritualismus findet die wahre Erkenntnissquelle inder Vernunft, im Selbstbewusstsein, und in angebornen , nichtaus der Erfahrung herstammenden Vorstellungen, oder Idee’n;diese Idee’n klar und rein aufzufassen, zu entwickeln und mitder Wirklichkeit zu vereinigen ist die Aufgabe der Philosophie.Unter den Griechen war es vorzüglich Plato 7 ), der diese Lehrevortrug; in neuerer Zeit Cartes iu s >>), Leibnitz 14 ), dieSchottländer Reid 19 ), Steward 26 ), Brown 32 ); am Schlussdes vorigen Jahrhunderts Kant 24 ); in unserer Zeit die neuefranzösische Schule von Royer-Collard 28 ) undilaine-de-Biran 29 ). Steigert sich der Spiritualismus bis zum Läugnender äusseren Sinnenwelt, behauptet er, nur das Geistige habeExistenz, die Aussenwelt sei eine von ihm erzeugte Vorstellungohne Realität, Denken und Sein, Gott und Welt gehn in ein-ander auf, so wird er Idealismus und Pantheismus Zudieser Lehre bekannten sich in der alten Zeit die Philosophender Eleatischen Schule, Xenophanes 1 ), Parmenides 2 ),Zeno 8 ); in neuerer Zeit Spinoza 13 ), Berkeley 15 ) und dieNachfolger von Kant, der sich bereits diesem Standpunkte au-genähert hatte, Fichte 27 ), S c h ei I i n g 31 ) , Hegel 30 ).
Wenn nicht innere Gründe dafür zeugten, schon aus diesemmehr als zweitausendjährigen, ja in das indische Alterthum zu-rückgehenden Streit über die Quellen der Erkenntniss, würdehervorgehn, dass unser Wissen bestimmte, der menschlichenNatur gesetzte Grenzen nicht zu überschreiten vermöge. Inner-halb dieser Grenzen hat auch die Naturwissenschaft sich zu halten,wenn sie auf sicherem, unbestrittenem Roden stehn will; sie