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7 . DIE SPECULAT1VE STOFFLEHRE.
an inneren Widersprüchen leidenden, glücklich gewesen. InDeutschland hat am meisten Beifall die dynamische Ansichtvon Kant, Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft,1786, erhalten, bei deren Entwertung ihm mehr die Beschaffen-heit der Flüssigkeiten und Gase, als die der starren Körperscheint vorgeschwebt zu haben. Was wir, nach dieser Ansicht,von der Materie erkennen, sind zwei Grundkräfte, eine Dehn -kraft, durch welche die Materie Raum erfüllt, Ausdehnunghat und Allem, was in sie eindringen will, Widerstand leistet,und eine Zieh kraft, durch welche die Dehnkraft beschränkt,die Materie als Körper begrenzt, und der Grad der Raumerfüllungd. i. die Dichtigkeit, bestimmt wird. Die Materie kann in’sUnendliche zusammengedrückt, aber nicht durchdrungen, d. h.auf einen unendlich kleinen Raum reducirt werden, weil mit derVerdichtung die Dehnkraft wächst; sie ist in’s Unendliche theil-bar und zwar in Theile, die immer noch materiell sind; sieerfüllt den Raum stetig, d. h. ohne Trennung ihrer Theile durchleere Räume. Verschiedenartige Stoffe, die sich zu einem neuenhomogenen Stoff verbinden, durchdringen sich gegenseitig, sodass jeder unendlich kleine Raum der Verbindung einen verhält-nissmässigen Antheil der verbundenen Stoffe enthält und der neueStoff, als ein wirklich homogener, den Raum stetig erfüllt. DieAffinität erzeugt also nicht nur eine innigere Adhäsion, son-dern Durchdringung. Cohäsion ist der durch keine Art vonGrenze bezeichnete Zusammenhang der Theile einer stetigenRaumerfüllung, Das Unbestimmte und Ungenügende dieser Defi-nitionen , welche nur von Kräften sprechen, während der Ver-stand in der Materie einen Träger von Kräften zu finden ver-langt, hat bis jetzt eine weitere, für die Naturwissenschaftwesentlich fruchtbare Entwicklung derselben nicht gestattet; siesind unserer Mechanik, welche nothwendig Ausgangs- und An-griffspunkte der Kräfte fordert, unzugänglich geblieben.
Wenn bis jetzt eine auf anerkannter, oder einer weiteren