8. GESCHICHTE HEB SPECULATIVEH STOFFLEHHE.
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Entwicklung fähiger Grundlage stehende speculative Stofflehrenicht besteht, so hat dennoch das Bedürfniss, empirisch gefundeneThatsachen und Naturgesetze, durch ihre Verbindung mit be-stimmten Vorstellungen der Materie, deutlicher darzustellen undzugleich Anhaltspunkte zur Begründung mathematischer Theorie’nzu gewinnen, wiederholt zu hypothetischen Annahmen über dasinnere Wesen des Stoffs geführt. Diese Fictionen schliessen sichvorzugsweise der atomistischen Lehre an und gestalten sich un-gleich , je nachdem sie den Erfahrungen der Chemie, der Mine-ralogie, der Wärmelehre, der Optik, oder anderer Naturwissen-schaften entsprechen sollen.
8. Gesehichte der specnlativen Stofflehre.
Versuche über das Wesen der Materie sich klar zu werden,finden sich in der ältesten griechischen Philosophie, Die JonischeSchule Hess die Welt sich aus einem Urstoff entwickeln, und alssolchen erkannte Thaies') das Wasser, Anaximenes 2 ) dieLuft, Heraklit 3 ) das Feuer. Anaxagoras 4 ) nahm im Ur-zustände eine Mischung, ein Chaos, unendlich kleiner Elementar-theilchen oder Urstoffe, Homöomerien , an, welche den Raumstetig, ohne leeren Raum zu lassen, erfüllten, bis der Geist,die Vernunft, als bewegende Kraft, die Entmischung bewirkte,In den Schulen von Grossgriechenland, besonders bei Empe-doclesä), aber wohl viel weiter zurückgehend, finden wir dieLehre von den vier Elementen, Erde, Wasser, Luft und Feuer,oder, wie man sich in neuerer Sprache ausdrücken würde, vomStarren, Flüssigen, Gasförmigen und dem Aether. Aristoteleshat es versucht, diese vier Elemente oder Zustände der Materiea priori herzuleiten. Die sinnliche Erfahrung, sagt er, lehrtuns die Gegensätze von kalt und warm, trocken und nass; danun das Entgegengesetzte nicht verbunden werden kann , so sindnur die vier Verbindungen möglich von kalt und trocken, oder