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8. GESCHICHTE DER SPECULATIVEN STOFFLEHRE.
formen durch die nach bestimmten Gesetzen erfolgende Adhäsionkleinster Theilchen, MoUcules integrantes, von einfach polye-drischer Gestalt zu erklären, betrachtete aber diese Theilchenselbst als aus kleineren Bestandtheilen, Molecules elementaires,durch Affinität zusammengesetzt. Die Entdeckung, dass die ver-schiedenen Stoffe sich stets in bestimmten einfachen Gewichts-verhältnissen chemisch verbinden, führte ferner zu der Annahme,den Atomen ungleicher Stoffe ungleiches Gewicht, oder, beigleichem Gewicht der Volumeneinheit, ungleiches Volumen zugeben und, nach dieser Voraussetzung, erklärte Dal ton 23 ) diechemische Verbindung aus der Adhäsion je eines Atoms einesStoffs mit 1, 2, 3 u. s. w. Atomen eines anderen Stoffs. Eswurde auf dieser Grundlage die neuere chemische Stöchiometrieausgebildet, die nun bald auch genöthigt wurde, in der Zu-sammensetzung der Körpertheilchen ungleichartige Anordnungenanzunehmen, um ein ungleiches Verhalten der Stoffe bei gleicherstöchiometrischer Zusammensetzung erklären zu können. — Diekrystallogische wie die chemische Atomistik setzen voraus, dieAtome und integrirenden Theile stehn in unmittelbarer Berührung,während andere Theile der Physik nothwendig zur Annahme vonZwischenräumen, d. i. einer Porosität führen. Nach Laplacesind die Körpertheilchen von einander getrennt und mit Wärme-theilchen , die von ihnen angezogen werden, während sie untereinander sich abstossen, enge verbunden; die Körpertheilchenüben auf einander Anziehung aus, und durch das Resultat dieserKräfte wird der starre, flüssige oder gasförmige Zustand bedingt.Im starren Zustande überwiegt die Anziehung, und die Theilchennähern sich so, dass ihre Gestalt Einfluss auf ihre Anordnungausübt; bei zunehmender Wärme und Entfernung der Theilchenverschwindet dieser Einfluss, die Kräfte halten sich Gleichgewichtbei jeder Lage der Theilchen, diese sind auf jede Art verschieb-bar , der Stoff ist flüssig; überwiegt der abstossende Einflussder Wärme, so dass die Anziehung der Körpertheilchen auf ein-