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Einleitung in das Studium der Physik und Elemente der Mechanik / von B. Studer
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10 . OIE MAASSEINHEITEN.

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Andere Grössen können nicht, wie die vorigen, durch eineEinheit gemessen werden, die sich direct als eine ihnen gleich-artige darbielet, und die Wahl der Maasseinheit beruht aufphysikalischen Lehrsätzen oder Voraussetzungen. Die Messungführt nur zu relativen Bestimmungen.

Die Theorie der Schwere lehrt, dass, wenn die Schwer-kraft dieselbe ist, die Massen der Körper sich verhalten, wieihre Gewichte, dass also dieselben Zahlen, welche die Gewichteausdrücken, auch als Ausdruck der Massen dienen können. Be-stimmt man also das absolute Gewicht, d. h. das durch eineGewichtseinheit ausgedrückte Gewicht einer Masse z. B. gleich5 Pfund, so heisst das nur, sie enthalte 5 mal so viel materielleTheile, als 1 Pfund enthält; wie viel Theile aber in 1 Pfandenthalten sind, bleibt unbestimmt, die Zahl 5, sofern sie dieMasse ausdruckt, ist nur eine relative.

Die Gewichtseinheit im neu französischen System istdas Gramm, gleich dem Gewicht von 1 Cubic-Centimeter reinesWasser bei 4° C. Temperatur. Für grössere Massen dient dasKilogramm = 1000 Gramm = dem Gewichte von i Liter reinesWasser. Die älteren Gewichtseinheiten heissen gewöhnlichPfund; es ist

1 Wiener Pfund (Oesterreich) = 0,5600164 Kilogramm.

1 Schweizer Pfund (Baden, Sachsen) = 0,5000000

1 Alt-Französisches Pfund = 0,4895058

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1 Preussisches Pfund = 0.4677110

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1 Englisches Pfund, avoir du poids = 0,4536005

1 Russisches Pfund = 0,4095060

1 Nürnberger Apotheker Pfund = 0,3578540

Das alt-französische Pfund enthält 9216 Grains, daher 1 Grain= 0,053115 Gramm, oder 1 Gramm = 18,827 Grains.Ebenfalls aus der Theorie der Schwere folgt, dass dieDichten der Körper sich verhalten wie ihre SpecifischenGewichte, d. h. wie die Zahlen, welche ausdrücken, wie

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