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Einleitung in das Studium der Physik und Elemente der Mechanik / von B. Studer
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14. UKBKBS1CHT DER PHYSIK.

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die Eleklricitäislehre, die einen grossen 'Theii unserer Lehrbüchereinnimmt, damals noch nicht vorhanden. Wolf schliesst dieAstronomie aus, beschränkt die Physikalische Geographie undPhysiologie auf kurze aphoristische Abschnitte und hält sich inder Behandlung seines Stoffes an keine systematische Folge, durchdie er sich doch in seinen philosophischen und mathematischenVorträgen vorzüglich auszeichnete. SGra ve sa n d e giebt derMechanik den meisten Raum, behandelt daun kurz den Schall,die Wärme uud das Licht und schliesst mit physischer Astro-nomie; auch Magnetismus, den die beiden vorigen Lehrer auf-nthmen , bleibt weg Musschenbroek lässt auf die Mechanikstarrer Körper sogleich Elektricitätslehre und Magnetismus folgen,dann Adhäsion und Cohäsion, Hydrostatik und Hydraulik, Wärme-lehre und Optik und am Schluss Aerostatik, Akustik und Einzelnesaus der Meteorologie. Ko II et zuerst gab der Physik die Ge-staltung, die mehr oder weniger auch in den neueren Lehr-büchern beibehalten wird. Nach empirischen Nachweisungen derallgemeinen Eigenschaften, Ausdehnung, Theilbarkeit, Gestaltung,Porosität, Compressibilität, Elasticität, die man aus der älterenspeculativen Physik auch in die neueren Lehrbücher aufgenommenhatte, um nicht ganz mit der speculativen Philosophie zu brechen,folgt eine allgemeine Mechanik, dann die Lehre von der Schwereund die Hydrostatik, an welche er eine Maschinenlehre an-schliesst, hierauf Aerostatik und Akustik, Wärmelehre, Optik,physische Astronomie, Magnetismus, Elektricität. Einzelne Ab-schnitte aus der physikalischen Geographie, Chemie, Physiologiesind gelegentlich eingeschoben.

Bei dem stets anwachsenden Stoff wird man immer dringen-der aufgefordert, die Physik auf ihren wesentlichen Inhalt zubeschränken und Alles auszuscheiden, was anderen, wenn auchnahe verwandten Lehrbegriffen angehört, die sich im Laufe derZeit selbständig ausgebildet haben. Der Physik im engeren Sinnist, nach dem aufgestellten Begriff, nur unterzuordnen, was