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heerte nicht weiter das Land, welches sie fruchtbar undreich machen sollte. Der Boden war dem wohlthäti-gen Einflüsse der freyen Luft offen gelegt; und so mitwurde Flandern das fruchtbarste und cultivirteste Landin Europa *).
Die östreichischen Niederlande sind zwar durch eineReihe von allerhand weltbekannten Ursachen, welchehier aufzuzählen unnöthig ist, um den Handel, den sievor Alters besaßen, gebracht worden; und gleichwohlhat ihre Landwirthschaft keine Abnahme erlitten, son-dern sie giebt noch bis auf heutigen Tag den zahlreichenEinwohnern volle Beschäftigung. Die ehemaligenManufakturen zu Löwen sind verschwunden; der Han-del von Antwerpen ist erloschen, und viele von ihrenübrigen, ehedem ungemein volkreichen Städten sindentvölkert und gegen damalige Zeiten menschen - leer ge-worden: aber die Felder in Flandern behaupten sichnoch immer bey ihrer Fruchtbarkeit; die Bevölkerungdes Landes überhaupt hat sich, bcynah ohne allen Ver-gleich mit andern Ländern, gemehrt; und sie bieten unsalso einen unwidersprechlichen Beweis dar, daß Land-
Wirthschaft die zuverläßigste Grund-Feste desVolker - Wohlstandes sey.
Selbst die Verheerungen des Krieges sind nichtvermögend, die Landwirthschaft um den dauerhaftenBesitz des Bodens zu bringen, den sie einmal in Be-sitz genommen hat. Im sechzehnten Jahrhundert, ei-ner
*) Ein Ruhm, den ihm bis heutigen Tag noch kein an-der Land in Europa streitig gemacht hat. U.