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Gleichwohl ist Betrachten wir die uns näher liegen-
rieVoraussez- den, und daher bekanntem Verhältnissezuiiq natürlicher ^ ^
Jnfcriorität im- zwischen Reichthum und Armuth, Ge-
« 7 /gebrntÄr, lehrsamkeit und Unwissenheit, oder vor-«igttch'giauv^ ch^Ühafter und nachtheilicher bürgerlicherLage; so wird sich, bey genauerer Ansicht, fin-den, daß diese Meynung von einer natürlichen Inferioritätnoch bis heutigen Tag nichts weniger als ^auögestorbensey. Wer hak nicht hin und wieder einmal den aufge-blasenen Günstling des Glücks, oder den durch ererbtenRang ausgezeichneten Menschen geradezu behaupten ge-höret, daß die niedere und gemeine Menschen - Classevon Natur dumm, lasterhaft, und gar nicht zu bes-sern wäre? Wer hat es bey uns nicht als eine unläug-bare Maxime predigen gehöret, daß die bloßen Jrelan-dec ein ganz besonderes Volk, aller Industrie V0N Na-tur gram, und aller Civilisirung unfähig wären?Mehr als einmal habe ich den hochmüthigen und seicht-unterrichteten Bescher werrläufiger Güther, zum Be-weise dieser Meynung, sein eignes Verhalten und seinegehabte Erfahrung anführen gehöret! Erhalte, mandenke nur, diesen und jenen mit der Pracht von Glas-Fenstern beschenket, die denn in weniger Zeit zerbro-chen, zuschanden gemacht, und gar nicht wieder aus-gebessert worden waren. Er hatte ein Paar andern vonseiner armseligen Bauerschaft reinliche und bequemeWohnungen bauen lassen, die denn nach weniger Zeitin schmuzige Nester voller UnrathS verwandelt wordenwaren. Er hätte aber nur, um den erst- erwähntenUmstand begreiflich zu finden, zurücke - denken dürfen,daß sein armer Bauer vermuthlich nicht das mindeste
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