Band 
I. Band.
JPEG-Download
 

120

XVII. Capitel. Wie ein Volk Mangel

nichts angehen. Das Korn mag also in Brod, oder in Bier, oder in Brannte-wein, oder vorn Vieh verzehrt werden: genug! es wird verzehrt; und voneinem Jahre, da die grösste Korn-Consumtion im Lande geschieht, sage ich,daß da die Fülle herrsche, worin die Einwohner in den Jalyren des Ueberflufies zuleben gewohnt find. Nun finde ich im oben angeführten Werke ein Verzeich-nis des innerhalb fünf Jahren, von 1746 bis 1750, ausgeführten Korns, wel-ches, alle Sorten zusammengenommen, y Millionen, 289747Quarters (oder48089 Ttt Hamburger Last) beträgt. Dieser Vorrath aber ist, nach Sir Wil-liam Petty’s Berechnung, deren ich weiter oben erwähnt habe, nicht für einJahr hinlänglich. Die Gratificationen auf die Kornausfuhr, (Bounties), fährtobiger Verfasser fort, haben in einem Jahre yoo, 000 Pfund Sterling betragen.Er benennet das Jahr nicht: doch will ich ihm die Summe nicht abdisputiren;ich will glauben, daß sie richtig sey; noch mehr, wir wollen voraussetzen,daß die ganze Ausfuhr in Producten von Einer Erndte bestanden habe. Aberich finde doch, daß sich die angegebene Summe nicht mit der Gratificationfür 3 Millionen Quarters zusammenreimt, welche, nach Sir William Petty,die Provision auf ein halbes Jahr ausmacht. Ich rechne so: Die Gratifica-tion für ausgeführten Weizen beträgt aufs Quarter y Schilling, vorn Roggen3 Sch. 6 Pence, von der Gerste 2 Sch. 6 Pence; dieses sind die Korngattun-gen, die gewöhnlich ausgeführt werden. Addirt man diese dreyerley Prä-mien zusammen, und theilt sie mit 3, so kommt die Gratification im Durch-schnitt auf 3 Sch. 8 Pence; und auf diesen Fus zahlt die Zollcasse yo©, 000Pf. St. Prämie für 2 Millionen , 727, 242 Quarters Korn. Welche unermeß-liche Quantität muß da ausgeführt werden! und doch ist sie nur ein sehr un-beträchtlicher Theil einer Erndte, die, wie man glaubt, England ganzer fünfJahre hindurch zu ernähren hinreichend ist. Man könnte zwar sagen , dergrosse Kornüberfluß eines gesegneten Jahrs werde beträchtlich verringert,wenn im vorhergehenden Jahr die Erndte schlecht ausgefallen, oder im fol-genden Jahre ein Miswachs sey. Im erstem Falle fängt die Consumtion desneuen Vorraths desto eher an; im zweiten Falle muß derselbe die unentbehr-liche Consumtion des magern Jahres gutmachen. Ich gebe zu, daß dies feineRichtigkeit habe: indessen da es nichts Ungewöhnliches ist, eine Reihe vonlauter Iguten Jahren aufeinanderfolgen zu sehen, so muss ein Verzeichnis,welches den Zustand der Ausfuhr in solchen Zeiten darstellt, der beste, ja der

einzige