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I. Band.
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1^2 XX. Capitel.' Vermischte Anmerkungen

Unter ich itzt nurPadua, .wo ich mich gegenwärtig'aufhalte, nennen will, woman in der ganzen Nachbarschaft keinen Küchengarten, sondern dicht an ein-ander lauter reiche Kornfelder antreffen wird» wovon zwey Drittel mit Weizen,und das dritte mit türkischem Korn, besetzt sind. Man kann die Uriache leichterrathen. Paduaist, gegen die Anzahl feiner Einwohner verglichen, einesehr weitläuftige Stadt; die Gärten sind alle innerhalb der Stadtmauren, undwerden,, durch den reichlichen Dünger vorn Miste der Stadt, in einer be-ständigen Fruchtbarkeit erhalten. Das Heu wird viel weiter hergeholt, weildie Kosten, es auf dem Wasser zu tranlportiren, geringer sind, als den Dün-ger aus der Stadt auf ein entlegenes Feld zu führen. Die Meyerwohnungensind hier nicht grosser, als Hütten, oder vielmehr, sie sind wirklich Hütten,die der Pachtbauer selber aufrichtet, weil fein Stückchen Land, nach Propor-tion des Ertrags, überhaupt klein ist, daher kommt es, dass hier der Bauerden Werth der vollen Hälfte feiner Erndte an den Gutsherrn bezahlt, und vonder übrigen Hälfte bestellt er die Aussaat, kauft Dünger, schafft sich das nö-thige Vieh und Werkzeuge an, und baut sich, wenn fein Haus den Einfalldroht, eine neue Hütte.

Als ich diese fruchtbare Ebenen zum erstenmal betrachtete, so bedaurteich anfänglich, daß ein großer Theil eines solchen schätzbaren Bodens soverschwenderisch zu einer Menge sehr breiter Heerstraßen, die nach allenSeiten ausgehen, angelegt worden sey; viele davon, dachte ich, hätten kön-nen ersparet, und der Boden, mittelst einer ökonomischem Einrichtung, bes-ser genutzt werden. Aber bey weiterem Nachdenken merkte ich, dass derVerlust nicht beträchtlich sey; denn da die Fruchtbarkeit des Bodens haupt-sächlich von dem darauf gebreiteten Dünger herrührt, so ist der durch dieHeerstraßen verursachte Nachtheil nicht höher zu rechnen, als der Werthdes Bodens, wenn er ungebaut bliebe. Eine ganz andre Bewandtnis würde eshaben, wenn man itzt die Heerstraßen verändern, und ganz neue durch dieKornfelder ziehen wollte; alsdann würde der Verlust beträchtlich seyn, jedochnur;eine Zeitlang währen, und lediglich gewisse Privatpersonen treffen; dennder nemliche Dünger, der itzt diese Felder in ihrer Fruchtbarkeit erhält, wür-de geschwind, anstatt derselben, andre Felder fruchtbar machen, und in we-nigen Jahren wird alles [wieder auf den; vorigen Fuße seyn.

Diese