II. Capitel. Von der Nachfrage.
7. Die Nachsinge hat nicht allemal die nämliche Wirkung in Steigerungder Preise. Wir muffen daher sorgfältig auf den Unterschied Acht gebenzwischen einer Nachfrage nach Dingen, die zu den vornehmsten Lebensnoth-wendigkeiten gehören, und nach Dingen, woran soviel nicht gelegen ist;wie auch zwischen einer Nachfrage, welche von den unmittelbaren Verzeh-ren! geschieht, und einer Nachfrage, die von Kaufleuten geschieht, welchekaufen, um wieder zu verkaufen. In beiden Fällen wird die Concurrenz ver-schiedene Wirkungen haben. Dinge von äusserster Nothwendigkeit müssenangeschafft werden, der Preis mag noch so hoch anlaufen. Die Verzehr er,die nicht zu gewinnen, sondern nur ihre Begierden zu stillen sechen, werden’in eine stärkere Concurrenz miteinander gerathen, als Kaufleute, die nichtnach der Waare passionirt sind , und in Ansehung des Botes, das sie darauflegen, sich nur nach den Aussichten des davon zu hebenden Profits zu rich-ten pflegen. Daher kommt die große Verschiedenheit des Kornpreises in ver-sehiednen Jahren; daher kommt der einförmige Fus der Warenpreise aufMessen, wie die zu Frankfurt amMayn und zuBeaucaire find; daherkommtauch der Vortheil, den die Verzehret finden, indem sie sich zu eben derZeit,da die Kaufleute einkaufen , mit dem benöthigten Vor rath versorgen; undendlich kommt daher das plötzliche Steigen und Fallen im Preise des Zugvie-hes auf den Landmärkten , wo ein jeder sich selbst das Benöthigte anschafft.
Das bisher Gesagte mag für den Anfang genug seyn. In der Maaße,als wir fortfahren,' wird diesesPrincipium durch seine Anwendung weit besseraufgeklärt werden, als durch alle die abstraften Distinctionen, die ich davonzu geben fähig bin.
III. Capitel.
: Von den ersten Grundsätzen des Tauschst und wie dieser zur Han~
delscbast erwächst ?
uerst muß ich auf die Quelle der Handlung zurückgehen, um sie in ihre
ersten Grundsätze aufzulösen.
Unter allen Arten der Handlung ist kein.e einfacher, als die, welche ver-mittelst Umtauschung solcher Artikel, die zum Unterhalt nöthig sind, getrie-ben wird. Wenn wir voraussetzen, daß die Erde dem, der sie zuerst in Be-
sitz