Band 
I. Band.
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196 III. Capitel. Von den Grundsätzen des Tciufchs,

Eine Art von Kleidung für alle Jahrszeiten gekannt haben, werden willig einekleine Summe Geldes weggeben, um sich mit verschiedenen Sorten des Ali-zugs zu versehen, die sich auf Winter und Sommer insbesondre passen , und zuderen Erfindung die Begierde des sinnreichen Fabricanten, Geld zu erwerben,mag Gelegenheit gegeben haben.

Ich werde hier nicht die stuffenmässigen Progressen der Indüstrie, umManufakturen zur Vollkommenheit zu bringen , durchgehen , noch durchfernere Anmerkungen über die Vortheile, welche der Indüstrie aus der Ein-führung der bürgerlichen und häuslichen Freiheit zuwachsen, meine Materieunterbrechen. Ich will nur berühren , daß die feinern Verbesserungen derManufakturen nicht sowol davon herzurühren scheinen, daß die Reichen ei-nen Geschmack am Luxus finden, und also, damit sie ihrer Gemächlichkeitpßegen können, die Armen gleichsam nöthigen, indüstriös zu werden, son-dern daß die Ursache weit allgemeiner in der Industrie und Erfindsamkeit derFabricanten anzutreffen sey, als welche durch fleißiges Nachdenken täglichMittel erfinden, solche Unbequemlichkeiten zu mildern oder zu heben , dieman selten als Unbequemlichkeiten gewahr wird, bis erst der Weg, sich ih-rer zu einschlagen, ausgestanden ist.

Wer selber eine Erfahrung hierüber anstellen will, der gehe nur in dennächsten Kramladen. Nirgend wird er so geschwind, als dort, feine Bedürf-nisse entdecken. Alles, was er sieht, deucht ihm entweder nothwendig,oder wenigstens überaus anständig, und er fängt an , sich zu wundern (in-sonderheit wenn er reich ist), daß er so lange Zeit ohne eine Sache hat lebenkönnen, die allein der sinnreiche Handwerksmann darum erfunden hat, da-mit sie durch ihre Neuigkeit die Begierde des Reichen rege machen sollte;denn dieser wird, nachdem er sie gekauft hat, vielleicht nicht mehr darandenken, noch den Gebrauch davon machen, wozu sie ihm anfänglich so un-entbehrlich schien.

Hier haben wir also eine Ursache, warum die Menschen, wenn sie gleichkein Mangel drückt, dennoch arbeiten. Sie werden begierig, die Werkzeugedes Luxus selbst zu besitzen, nachdem ihr Geiz oder ihre Ehrsucht sie an-gespornt hat, selbige zum Gebrauche andrer zu erfinden.

Was ich; hier gesagt habe , stellt die Handlung in ihrer Kindheit vor,oder vielmehr.die Materialien, womit diese große Fabrik erbauet ist.

Wir