' 'und wie dieser zur Rändelschaft erwächst .' 195
ist ein schickliches Vergütüngsmittel in den Händen der Bedürfenden* wodurchder Zweck, das BenÖthigte für die, welche durch Industrie die Wünsche jenctbefriedigen, herbeyzufchaffen, erreicht wird. Diese Operation desKaufensundVerkaufensist schon ein wenig verwickelter, als die erstere: gleichwol haben wirhier noch keine Idee von der Handlung , weil wir die Kaufleute noch nichthaben auftreten lassen, die durch ihre Emsigkeit dieselbe in Gang bringen.
Nun soll diese dritte Person auch mit ins Spiel kommen, so wird dieganze Operation deutlich werden. Hier stellt der Verzehret die Bedürfnisse,der Fabricant und Handwerksmann die Industrie, und der Kaufmann das Geldvor. Ich sage, der Kaufmann stellt hier das Geld vor, indem er an dessen StelleCredit fubstituirt; und gleichwie das Geld war erfunden worden , um dasTauschen zu erleichtern, so ist der Kaufmann, mit feinem Credit, als einneues Raffinement, den Gebrauch des Geldes betreffend, anzusehen. Hie-durch wird das Geld wirksamer , die Geschaffte des Kaufens und Verkaufen«zu verrichten. Diese Operation ist Handelschaft; sie überhebt Käufer undVerkäufer aller Beschwerlichkeit des Transports, und erspart beiden Theilendie Mühe, Bedürfnisse gegen Bedürfnisse, oder Bedürfnisse gegen Geld aus*zumessen, und eins dem andern anzupassen; der Kaufmann stellt wechfelsweiseden Verzehret, den Fabricanten, und das Geld vor. Dem Verzehret kommter vor, wie die Gefammtschaft der Fabricanten ; den Fabricanten, wie dieganze Gesellschaft der Verzehret; und bey beiden Classen vertritt fein Creditdie Stelle des Gelds. Wir wollen uns fürerst an dieser Erläuterung begnügen.Ich muss mich nun wieder zu dem fimpeln Geldverkehr wenden, daszwischen den zwo contrahirenden Parteyen, dem Käufer und dem Verkäufer,vorgeht, um zu zeigen, wie sich die Menschen zu mühseliger Arbeit beque-men, damit sie sich überflüssige Dinge anschaffen können.
Sobald in einem Lande der Gebrauch des Gelds eingeführt ist, so wird,wie ich schon oben gesagt habe, das Geld ein allgemeiner Gegenstand desBedürfnisses für alle Einwohner. Daraus folgt, daß die freyen Arbeiter desStaats , die zuvor ihre Arbeit einstellten , weil alle ihre Bedürfnisse besorgtwaren, nunmehr, da ihnen dieser neue Gegenstand der Ambition vor Augenschwebt, sich, durch Raffiniren auf ihre Arbeit, Mühe geben, auch die klei-nern Unbequemlichkeiten, die aus der Simplicität der Lebensart entsprin-gen, aus dem Wege zu räumen. Leute , zum Exempel, die vorher nur
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