I C>§ 111. Capitel: Von den Grundsätzen des Tauscht y
lungsgrundsätzen herfliessen, die hier der Gegenstand unster Untersu-chung sind.
Eine Folge der Handlung sind auch die Posten und der Briefwechsel, ver-mittelst deren die Kaufleute ordentlich Nachricht erhalten, was für Verände-rungen jeder Zweig der Industrie, in Ansehung ihres Wachstums oder Ab-liebln ens, in jedem Theile des Landes erfahren habe. Nach dieser Kenntnisreguliren sich die Preise, die sie anbieten; und da ihrer viel sind, so hält ei-ner den andern im Zaum , aus Gründen der Concurrenz, die wir hernachuntersuchen werden,
Aus den Courantpreisen bekommt der Fabricant eben das zu wissen, waser dürch eigene Correfpondenz erfahren würde; der Staatsmann merkt voll-kommen, wo es an Händen fehlt; und junge Leute, die der Industrie ge-widmet sind, folgen gewissermassen dem Rufe des Public!, und fallen vonselbst darauf, den Abgang bey diesem oder jenem Zweige ersetzen zu helfen.
Zwo stattliche Hülfsquellen für Kaufleute, sonderlich wenn die Hand-lung noch in ihrer Kindheit ist, sind die öffentlichen Märkte, welche einSammelplatz der Waaren der kleinen Krämer sind; und grosse Unterneh-mungen, die von Particuliers in Manufactursechen geschehen. Durch dieseMittel erfahren die Kaufleute die Quantität der verfertigten Sachen; und ausdem Verkauf derselben können zugleich die Manufacturisten abnehmen, wiestark die Nachfrage darnach sey. Wenn diese zwey Dinge einmal recht be-kannt sind, so lässt sich der Warenpreis leicht bestimmen, wie wir nun baldsehen werden.
Oeffentliche Verkäufe sind dienlich, die kleinen Inconvenicnzen, dieaus den Handlungsoperationen entspriessen, zu verbessern. Eine beträchtli-che Anzahl Profession!sten, die alle in einer Stadt beisammen wohnen, undgänzlich ihrer Industrie ergeben sind, erfahren auf solche Weise den Markt*preis eben so gut, als ob jeder von ihnen selbst mit seinen Waaren zu Marktegezogen wäre; und wenn der Kaufmann ankommt, der ihnen geschwind ihreverfertigten Sachen abnimmt, so willen sie die Beschaffenheit der Nachfrageeben so gut als er. Dieser Mann kauft und verkauft ins Groß, das ist, beyganzen Parteyen, und von ihm kaufen die Krämer, welche die Waaren unteralle Verzehrer im ganzen Lande vertheilen. Diese Krämer kaufen von demGrösserer in jedem Fache so viel von jeder Gattung Waaren ein, als sie in ih-rem Flecken, Stadt oder Provinz, wieder abzusetzen gedenken. Auf