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I. Band.
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VII. Capitel Von der doppelten ConcurrenX.. 219

auf' Einer Seite des Contracts erscheint, vor dem.Angesicht vieler Competcn-ten auf der andern Seite/ Der Staat pflegt die Vorkäufer zu strafen , weilsolche Leute Schuld daran sind , dass die Preise der Waaren nicht genau nachihrem wahren Werthe proportionirt werden ; sie bestehlen das Publicum,und bereichern sich: die Strafe hält sie zur Wiedererstattung an.

Es fallen hier zwo Fragen vor, die wir, zur mehrern Erläuterung unsrerMaterie, auflösen müssen.

Ist es möglich, daß zwischen Käufern eine Concurrenz entstehen kann,Wenn der angeschaffte Vorrathmehr als hinlänglich ist, die verlangte Quan-tität zu liefern? Ferner: kann wol eine Concurrenz zwischen den Verkäufernentstehn, wenn eine grössere Quantität Waaren verlangt worden ist, als derganze eingekaufte Vorrath beträgt?

Ich denke in beiden Fällen Ja, weil in beiden Fällen , auf der einenSeite des Contracts, eine Concurrenz enthalten ist, und selbst die Natur dieserConcurrenz eine Möglichkeit in sich schließt, daß sie auch auf der andernSeite erscheinen könne, wofern weder auf der einen, noch andern Seite, eingemeinschaftliches Interesse ist. Ich muss diese Sache umständlicher ausein-ander setzen.

1. Die Erfahrung zeigt, daß die Proportion zwischen Nachfrage undLieferung , so richtig sie auch immer in facto bestimmt werden kann, sichdoch fast unmöglich ganz genau errathen läßt, und daß daher die Käuferdie Preise, die sie bieten, nach nichts andermreguliren können, als nach demvermuthlichen Preise, wofür sie die Waare wieder abzusetzen gedenken. Undwas die Verkäufer betrifft, so können sie die Preise, die sie fodern, nur nachdem, was ihnen die Waare auf demMarkt gekostet hat, abmessen. Ich habebereits gezeigt, wie bey solchen Umständen das verschiedene Interesse derPar-ticuliers einander berühre, und die Balanz schwankend mache.

a. Die Proportion zwischen Lieferung und Nachfrage ist bey Kaufleutenselten änderst als relativ; denn sie kaufen und verkaufen nicht aus Noth, son-dern in der Absicht, zu gewinnen. Durch relativ verstehe ich, daß ihreNachfrage groß oder gering sey, nach Maasgabe der Preise. Das Korn kannstark gesucht seyn, wenn das Quarter Zs Schilling gilt: und es kann ganz undgar keine Nachfrage darnach seyn, wenn es 40 Schilling gilt5 ich sage, unterKaufleuten.

E e S

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