2H.O X. Capitel. Von der Balanz zwischen der Arbeit
tzungund blühendenAufnahme derlndüstrie gereichen könnte. Hier ist dasKcnn-zeichen einer vollkommenen Balanz: Ein positiver mäßiger Profit muss einem mäßigenpositiven Profit die Waage halten; die Waagschalen müßen hin und her wanken, und esmuss fich auf keiner Seite ein Verlust finden. In dem Exempel, das wir vor uns ha-ben, steht die Waage zwar gleich; die verfertigte Arbeit und die Nachfragefind, was die Quantität betrifft, gleichmässig abgewogen; aber es ist ein rela-tiver Profit , welcher in der einen Waagschale liegt, und dem relativen Ver-lust in der andern Waagschale entgegengesetzt ist. Ich wünschte, daß meineLeser dieses wohl verstehen möchten, drum will ich es noch ferner erläutern.
Wir w r ollen itzt den Fall setzen, die Waagschale, worin die Nachfrageliegt, habe das positive Hebergewicht. In diesem Falle sollte sich der Staats-mann destomehr angelegen seyn lassen, für eine proportionirliche Warenlie-ferung zu sorgen; weil hier die Gefahr im Anfang den Schein des Profits ansich nehmen, und ihn betrügen kann.
Die Folgen dieser Zerstörung des Gleichgewichts find, entweder,
i) Dass eine Concurrenz ganz allein zwischen denen, die die Nachfragethun, entstehen wird: und hiedurch wird der Profit steigen. Wenn nun,nach einem kurzen Wanken der zwo Wagschalen, die Lieferung der Arbeit,durch die Sorgfalt des Staatsmanns, stärker wird, so wird keine nachtheiligeFolge entstehen. Die Concurrenz wird die Seiten wechseln, und der Profitwird wiederum auf den richtigen Fuss herab zu stehen kommen. Behält aberdie Nachfrage das Uebergewicht, und bleibt folglich der Profit hoch, so wirddie Folge seyn, daß in kurzer Zeit nicht nur der unmittelbare Verkäufer derWaaren, sondern auch sogar ein jeder, der etwas zur Verfertigung derselbenbeigetragen hat, seinen Antheil an diesem neuen Profit wird haben wollen.Nun w äre zwar eben nicht viel daran gelegen, daß jeder seinen Antheil bekäme,oder dass der Profit solange stiege, als er durch die Nachfrage unterstützt wird,und wirklich doch nur für unsicher angesehen werden kann: aber das Unglückist, daß dergleichen Profit, zufolge seiner weitläuftigen Repartition, und weiler eine langeZeit hindurch üblich bleibt, endlich mit dem innerlichen Werthder Waaren unvermerkt in eins gezogen, oder gleichsam darein verwandeltwird. So weit kommt es, sage ich, mit der Zeit, weil die gewöhnlichen außer-ordentlichen Gewinne eines jeden Arbeiters die Wollüstigen unter ihnen ver-leiten ,' ihre Lebensart nach und nach zu ändern, und sich einen großem
Auf-