Band 
I. Band.
JPEG-Download
 

Zerrüttet wird.

2)1

dem, als anfänglich die Abneigung dagegen gewesen ist, Welche durch dieneuerlich erlaubte Kornzufuhr erregt wurde. Versieht er es in diesem Stücke,so kann die Folge daraus entstehn, daß die auswärtige Zufuhr in jedem Jahresich verstärken, und zuletzt dem im Lande bereits eingeführten Ackerbauganz ein Ende machen wird, anstatt daß das Land, vermittelst desselben, feineNothdurft wenigstens auf einige Zeit befriedigen könnte. Dieses waren,dünkt mich, die Grundsätze , welche die Regierung in England vor Augen,hatte, als sie der Einfuhr der Lebensrnittel aus Irland ihre Häven öffnete.

Da demnach beständig die Maxime gelten muß, auf die Unterhaltungeines allmählichen starkem Zuwachses der Lebensrnittel, der Einwohner, derWerke der Industrie, und der Nachfrage, bedacht zu seyn: so muss der Staats-mann die kleinen Schwankungen der Balanz dulden , als wodurch beiderleyContrahenten, mittelst der zwischen ihnen abwechselnden Concurrenz , be-günstigt werden können. Aber wenn die Concurrenz allzulang auf Einerseitsstehen bleibt, und eine gänzliche Zerstörung der Balanz droht: alsdann mußer auf eine geschickte Art die leichtere Wagschale mit mehrerein Gewichtezu beschweren suchen, und nie, ausser im größten Nothfall, etwas vorn Ge-wichte der überwiegenden Schale wegnehmen.

Wir haben in dem obenerwähnten Capitel , wo wir von dem gegen-wärtigen Zustand Frankreichs redeten, angemerkt, wie das Hin-undHerwan-ken der Balanz des Ackerbaus und der Bevölkerung den möglich-höchstenZuwachs der Lebensrnittel und der Volkzahl bewirken könne. Weil aberdaselbst die auswärtige Handlung nicht der eigentliche Gegenstand meiner Un-tersuchung war, so wollte ich, um meine Materie nicht verwickelter zu ma-chen, diese zweite Balanz, zwischen Arbeit und Nachfrage, damals nicht miteinstechten. Ich hoffe nunmehr den mächtigen Einfluß der verschiedenenGrundsätze deutlich gezeigt zu haben: itzt kommt es auf die Beurtheilungs-kraft des Staatsmanns an, wie er sie combiniren und seinem Plane anpassenwerde; denn dieses richtig zu bezeichnen, ist keinem möglich, der nicht amRuder der ganzen Landesregierung sitzt. Ich bereite in meinem Werke diereinen Farben zum Mahlen zu: dem Künstler überlasse ich die Sorge, sie zumischen. Ich darf mir weiter nichts anmaßen , als daß ich , aus angenom-menen Fällen, ein der Sache gemäßes Raisonnement anstelle. Gehe ich je-mals weiter, so überschreite ich meinen Plan ; und dann.will ich meinenFehler gestehn. I i % Ich