Band 
I. Band.
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auf die ConcurrenZ mit-andern Nationen, '267

Wenn ein Land gegen viele natürliche Unbequemlichkeiten zu käm-pfen hat, die von seiner ungünstigen Lage, von der Unfruchtbarkeit seinesBodens, oder von seiner Entlegenheit, welche die Fracht allzukostbar macht,herrühren, so würde es vergeblich seyn, mit einer Concurrenz gegen andreNationen auf auswärtigen Märkten einen Versuch zu machen. Es kann als-dann weiter nichts als eine passive Handlung unternehmen, und diese nur insofern, . als selbige einen grossem Reichtum ins Land bringen kann. Wennsich nur wenig Geld daselbst erwerben läßt, so muß der Staatsmann das be-reits erworbene Geld soviel als möglich in Circulation zu bringen suchen, da-mit ein jeder in der Societät sein Brod habe.

In Ländern, wo die Regierungsverwaltung einigen angesehenen Herrenübergeben ist, wie bey denFeudalregierungen geschah, und wie bey allen Ari-stokratien , und noch heutiges Tages in vielen europäischen Ländern ge-schieht , wo gleichwol Handlung und Indüstrie täglich besser in Aufnahmekommen: da darf sich der Staatsmann, der das neue System der Staatswirth-schaft in Gang bringen will, darauf verlassen, daß entweder sein Versuchfehlschlagen, oder die Regierungsconstitution sich ändern werde. Hebt eralle willkührliche Dependenz zwischen Individuis auf, so wird der Reichtumder Fleißigen einen Theil der Macht der Grossen an sich ziehen, oder ihrwol gar ein Ende machen. Läßt er aber eine solche Dependenz fortdaurcn,so wird sein Project mislingen.

Solange Venedig und Genua in ihrem höchsten Flor stunden, so warendiese Staaten , wollten sie ihren Umsturz verhüten , genöthigt, ihre angese-hensten Bürger mit unter die Anzahl ihrer Senatoren aufzunehmen. Was istder erkaufte Adel? das Kind der Handlung, die unvermeidliche Folge der In-düslrie , und ein Mittelweg, den unsre gothische Vorfahren einführen muß-ten , um ihren eigenen Rang im Staate nicht gänzlich zu verlieren. Der Glanzdes bürgerlichen Reichtums, dachten sie, verdunkelt unlfeEasees, lieber woblen wir also die reichen Plebejos zu unsern Collegen machen, und mit unsermPurpurmantel unedle Schultern behängen, als diesen Leuten erlauben, alleAutorität aus den Händen der hohem Classen zu winden. Durch dieses Mit-tel ist oft eine plötzliche Revolution abgewendet worden. Einige Königreichssind mit einem blutigen Aufruhr, oder mit einem langwierigenbiirgerlichenKrie-ge davon gekommen. Andre Länder haben ebenfalls durch ihr Beispiel einZeug-

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