Band 
I. Band.
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Die dritte Ursache ist in den natürlichen Vortheilen andrer Länder zusuchen. Alle Vorsichtsmittel des sparsamsten und fleißigsten Volks könnendie Wirksamkeit dieser Ursache nicht vereiteln. Immerhin mag dieses Volksich alles Ueberflüfligen enthalten; es mag noch so fleißig, noch so sinnreichseyn; sein Staatsmann mag sich die äusserste Mühe geben, eine auswärtigeHandlung zu Stande zu bringen: so wird doch allemal das Volk eines andernLandes, vermöge seines günstigern Clima und seiner vortheilhaftern Lage, so-vielc Vorzüge vor diesem Lande voraus haben, dass dieses unmöglich gerades-wegs in Concurrenz mit ihm treten kann.

Die vierte Ursache liegt in der grossem Geschicklichkeit andrer Nationenbey Verfertigung ihrer Manufacturwaaren; in ihrer grossem Kenntnis der Hand-lungswissenschaften; in den Vortheilen, diesie haben, während der Zwischen-zeit, in welcher ihre Waaren directe circuliren, Interessen aus ihrem Geldezu ziehen; in den grossem Talenten ihres Staatsmanns; in der Art der Anwen-dung ihres öffentlichen Schatzes; kurz, in der Vollkommenheit ihrer Staats-wirthschaft.

Ehe ich aber zum Vortrag der Mittel schreite, obige Inconvenienzestzu heben, so muß ich bemerken, dass, weil wir gegenwärtig von der relativen.Hohe der Warenpreise reden, beständig eine Concurrenz zwischen den Na-tionen dabey vorauszusetzen sey. Dies ists eben, was dem Staatsmann die-Pflicht auflegt, vornehmlich auf das Steigen der Preise achtsam zu seyn. DasWort Concurrenz bezieht sich auf eine Aemulation zwischen zwo Parteyen, diesich bestreben, einerley Zweck zu erreichen, und führt allemal diese Idee mitsich. Ich muß daher einen Unterschied vestsetzen zwischen den Bemühun-gen, welche eine Nation anwendet, sich in einer bereits erworbenen Superi-orität zu erhalten, und den Bemühungen einer andern.Nation, welche es ihrerst noch zuvorzuthun trachtet. Ersteres nenne ich eine Concurrenz, um zubehalten , was man hat: Letzteres aber eine Concurrenz, um zu ermrbcn i wasman noch nicht hat. ■ i

Die drey erstem Ursachen stellen dielnconvenienzen'dar, denen die Con-eurrenten, welche sich in ihrcrSuperiorität erbaltenwollcn, ausgesetzt sind; unddie vierte Ursache schließt diejenigen Iriconvenienzen in sich, denen dieCon-currenten, welche eine grössere Superiorität ermrben wollen, gemeiniglichnicht entgehen können.

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Nach