mit lauter inländischen Naturproducien. 279
legenhcit haben die Fleissigen, geschwind reich zu werden; und desto ge-schwinder werden die Müßiggänger und Verschwender arm. Eine andre ebenso zuverlässige Folge ist, daß, je geschwinder die Circulation vor sichgeht, desto eher wird der Reichtum gleichmässig vertheilt; jemehr Gleich-heit aber im Reichtum befunden wird, desto mehr Gleichheit wird man auchin der Macht finden. Aus diesen Grundsätzen wird folgen, daß, nach einersolchen Revolution der Nationalumstände, sehr wahrscheinlicherweise die Re-gierungsform immer mehr .ein demokratisches Ansehen bekommen wird, wo-fern der Staatsmann nicht dagegen auf seiner Hut ist.
Eben deswegen muß er Taxen auflegen, die er, dem Sinne der Staats-verfassung gemäs, zu vertheilen hat.
Durch Taxen wird ein Staatsmann reich; und mittelst seines Reichtumsist er im Stande, seine Unterthanen in der Ehrfurcht zu erhalten, und seineWürde und Ansehen zu behaupten.
Durch die Vertheilung der Taxen, und die Art und Weise, selbige cin-zuheben, wird die Macht in solche Hände gezogen, in welchen sie, nachdem Sinn der Landesconstitution, seyn sollte. Werden die Taxen in einerMonarchie angelegt, wo jedermann schon gewohnt ist, vor dem Namen desKönigs zu zittern: so werden die Vornehmen des Landes durch seine Gnaden-geschenke bereichert, die niedrigern Classen aber gedrückt werden, und armbleiben sollen, damit sie sich, auf desto geringere Bedingungen, gefallen las-sen, zurCompletirung der Kriegsmacht zu dienen, welche der Monarch unter-hält, um seine Autorität im Lande, und seinen Einfluß auf auswärtige Staaten,dadurch zu bevestigen.
Hier werden unabhängige Personen allemal mit scheelen Augen angese-hen, und als Nebenbuler des Fürsten betrachtet werden, welcher die einzigeunabhängige Person im Staat seyn sollte.
In eingeschränkten Regierungen aber, wo die Macht, Taxen anzulegen,nicht dem Souverain allein überlassen ist, wird man selbige gleichmässiger undminder willkührlich vertheilt finden; vorausgesetzt, daß man daselbst dieTheorie der Taxen wohl verstehe. Hier muß jedermann wissen, was zu be-zahlen sey, und wann; und der Belauf der Taxe muß einerseits mit den Er-fordernissen des Staats, und andrerseits mit der Größe der Circulation, welchenach geschehener Entrichtung dieser Taxe Statt findet, im gehörigen Vcrhält-
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