mit lauter inländischen Naturprodukten. zFi
Nur ist, bey einerTaxenerrichtung auf die Consumtion, sorgfältig dahinzu sehen, dass man die Auflagen nach der Billigkeit einrichte, nicht die un-entbehrlichsten Sachen damit bekümmere, noch zu einer ungleichenGoncur-renz zwischen Leuten von einerley Gattung Anlaß gebe. Solche Auflagenhaben eine noch schlimmere Wirkung, als diejenigen , welche den zuneh-menden Reichtum treffen} sie lasten die Armen nicht in Stand kommen, sichselbst zu ernähren. Eine Art von Sympathie zwischen den untern Glastenmacht bey ihnen das Mitleid für einander rege; sie bestreben sich, einanderbeizustehen: es geht aber damit, wie mit einem Kartenhause, das die Kinderauf einem Tische bauen; die erste Karte, welche umfällt, wirft die andre,und diese die nachfolgende darnieder, u. s w. und so fällt das ganze Hausein; das ist, die niedrigern Classen (und diese machen mehr als die Hälfteeines Volks aus) gerathen in die äusserste Noth.
Aus diesen Grundsätzen, die ich habe anticipiren müssen, können wirabnehmen, wie nothwendig die Taxen in solchen Staaten seyn, wo die aus-wärtige Handlung in Verfall zu kommen beginnt. Ohne Taxen kann eineRegierung vor der Macht des einheimischen Reichtums nicht in Sicherheitbleiben. Vormals lebten die Fürsten von ihren Domainen oder Patrimonial-gütern. Aber welche Domaine würde wol in unsern Zeiten hinreichen , dieRegierungskosten gut zumachen? Ist aber eine Regierung ausser Stand, jedeTriebfeder, die den Staat in Action setzt, nach Gutbefinden zu spannen odernachzulassen, so ist sie keine Regierung, sondern ein todter Götze, dessenVerehrung von eines jeden eigenem Belieben abhängt. Der Staatsmann mussalso immer den Zügel in der Hand halten, und die Lenkung der Pferde nichtdem Willkühr derer überlassen, die seiner eigenen Führung anvertrauet sind.
Eine andre Folge der (Taxen ist diese : Je mehr der Luxus überbaustnimmt, desto reicher wird der Staat. Wenn demnach der Luxus Ausgelassen-heit erzeugt, so giebt er zugleich das Mittel an die Hand, die schlimmenWirkungen derselben abzuhalten.
Diese Vermehrung des Reichtums bringt dem Staatsmanne zwiefachenVortheil; denn i) vergrößern sich die öffentlichen Einkünfte; 2) da dieProgreffen des Luxus die Balanz des Reichtums beständig verändern , indemsie ihn von den Reichen und Ausschweifenden weglocken, und den Armenund Arbeitsamen in die Hände spielen : so werden diejenigen , die vorher
B b b 3 reich,