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I. Band.
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396 XXVI. Cap. Wicfich die Balanz des Reichtums

Geldausschüttens, und dieses hinwiederum der Verschwendung seyn. Nichtskönnte wirksamer, sowol der Armuth, als einem übermäsigen Reichtum stcu-ren, weil alsdann der Zustand der Reichen und der Armen sich beständig ver-ändern würde. Bey dieser Abwechslung müssen die Parteyen, deren Verände-rung stufenweise geschieht, in ihrem Fortgang zu einer völligen Umänderungihrer Umstände, nothwendig einmal, früher oder später, einander genau dieWage halten , das ist, in vollkommener Gleichheit mit einander stehen;gleichwie die beiden Eimer eines Ziehbrunnens in eine wagrcchte Linie ge-geneinander kommen müssen, ehe sie einander vorbeypassiren können.

III. Die erste Gattung uncörperlicher Dinge, die mit Geld gekauft wer-den können, besteht in persönlichen Diensten. Hieher gehört z. E. die Auf-wartung des Hausgesinds; der Rath eines Arztes oder Advocaten; der Un-terricht , den geschickte Männer in Wissenschaften und Künsten geben ; alleAemter beim Civil-Kriegs-und Seewesen 5 das Gehalt der Hosteute, die demFürsten Ehre, und fein Ansehen respectabler machen; und sogar endlich alleGeldausgaben, welche zu solchem Zeitvertreibe oder Belustigungen verwandtwerden, aus denen kein dauerhafter und veräusserlicher Werth zu erhalten ist.

Zwischen den hier angeführten besondern Gattungen der persönlichenDienste, und demjenigen, was wir den brauchbaren Werth bey consumirlichenDingen genannt haben, herrscht eine Art von Aehnlichkeit; denn in beidenFällen wird ein Aequivalcnt für eines Menschen nützlich-angewandte Zeit ge-geben: nur liegt der wesentliche Unterschied in Folgendem. Dem brauchba-ren Werthe kommt die innere Substanz der consumirlichen Sache zu Hülfe;und dieses ists, was ihn dauerhaft und verkäuflich macht: hingegen bey denpersönlichen Diensten fehlt es an einer dauerhaften und veränderlichen Sub-stanz; daher können sie zwar, wie augenscheinlich am Tage liegt, Vortheilebringen, aber doch nicht für eben den Preis, den sie kosten, transferirt werden.

Die durch diese dritte Art der Erwerbung hervorgebrachte Circula-tion wirkt eine augenblickliche Veränderung der Balanz. In dem Augen-blick, da der persönliche Dienst verrichtet ist, kann man sagen, daß erconsumirt scy, und obgleich der Käufer desselben das gehörige Aequi-valent für fein Geld empfangen hat, ja sogar, in einigen Fällen, in eine Ver-fassung gekommen seyn mag, die ihn für alle seine Ausgaben schadlos hält, in-dem er gleiche Dienste Andern erzeigt: so muss doch jedermann einsehen,

dass