zwischen den Unterthanen eines Staats hin und her neigt. 4 . 01
die grüßten Summen ein. Ich habe noch nie von einem schicklichen Mitte!gehört, die Person, zu deren Vortheil die Balanz ausschlägt, zu taxiren.Vielleicht können wir aber aus den Grundsätzen, die ich nachgehends darle-gen werde, ein solches Mittel entdecken.
Was die andre Art der Circulation betrifft, wo die Balanz unverändertbleibt, so pflegt selbige selten mit beträchtlichen Taxen belegt zu werden.Doch trifft man verschiedne Beispiele an, woraus zu sehen ist, wie solcheTaxen angelegt werden können. Es gehören hieher: in England, die Casual-taxen, die bey einer Veränderung der Vasallen, oder bey Veräußerung derLandgüter bezahlt werden, wie auch die Sterbgefälle ,* in Schottland, die Te-stamentsbestätigungen; in Deutschland, die Investituren; in Frankreich dercentfeme denier , die lods et ventes , und die controle auf Notariatsinstrumente;in Spanien und andern römischkatholischen Ländern, die Einkünfte der Rota.Eben so können proportionirliche Taxen auf jeden Zweig dieser Art der Cir-culation gelegt werden. Zu dieser Absicht aber würde höchslnöthig seyn, dieganze Verthcilung einer solchen Circulation in ihre Aeste, Zweige und Adern,mittelst einer gründlichen Zergliederung, sich bekannt zu machen; denn bis-her haben wir sie nur bey Gelegenheit flüchtig berührt.
XXVII, Capitel.
Circulation und Balanz des Vermögens, find Vorwürfe, die dergrössten Aufmerksamkeit eines Staatsmanns jetziger Zeiten
würdig find .
1X1 achdem ich bisher die Natur der Circulation und Balanz erklärt habe, so■*“ ' führt mich die Ordnung auf die dahin gehörigen besondern Puncte,welche eines Staatsmanns ganze Aufmerksamkeit verdienen. Wir setzen fol-gende Regeln vest.
I. Er muss von der Natur , von den Eigenschaften und Wirkungen der Circu-lation sich einen klaren und vollständigen Begriff formiren und absondern ; weil vondiesem Worte sehr oft in einem tilhuunbeßimmten Versande Gebrauch gemacht wird.
Gleichwol scheint mir der Ausdruck Circulation in allen Sprachen der ein-zige zu seyn, aus welchem die dadurch angedeutete Sache am besten und
E e e faßlich-