find der größten Aufmerksamkeit eines Staatsmanns würdig. 4.1 3
piren mag. Gesetzt nun, der Staatsmann fängt an zu bemerken, dass durchbeständiges Rouiiren die gemünzten Elpecen abgenützt werden , und unver--■merkt von ihrem Werthe verlieren, der doch gänzlich auf das Verhältnisihres Gewichts ankommt, und dass die Verminderung der edlen Mäste einewirkliche Abnahme des wahren Reichtums der Landeseinwohner nach sichzieht; und er dann aus Staatsklugheit nicht umhin kann, die leicht abzugrei-fenden Metalle einzuziehen, und davon eine Schatzkammer oder Bank an-*zurichten, dahingegen aber an deren Statt papierne Münze coursiren zu lassen,die auf den verschlossenen Schatz ein Recht geben : ist es denn nicht klar,dass so lange dieser verschlossene Schatz dauret und sicher aufbehalten wird,das circulirende Papier einen eben so reellen Werth (obgleich nicht von einerleyinnern Würde) beibehalten werde, so lange der eingeschlossene Schatz nichtgerühret wird? Allein, so bald dieser Schatz angegriffen und erschöpft werdenmöchte, was würde daraus entstehen?
Ganz natürlich würde alsdann das Papier, welches auf die verschlossengewesene, nun nicht mehr vorhandene baare Münzen, ;ein Recht gab, unddieselben vorstellte, seine Würde verlieren, gleichwie dasjenige Papier, wo-durch man auf liegende Gründe eine dingliche Ansprache erhielt, seinen Werthverlieret, sobald sie von einem Erdbeben verschlungen werden, oder auchein fremder Eroberer sich ihrer bemächtiget.
Die symbolische Münze also, welche nichts weiter, als eine Art des öf-fentlichen Credits ist, dienet hauptsächlich nur dazu, dass die Bahn zum Auf-wand leichter gebrochen, und die Industrie sich hervorzuthun gereizet werde;welcher Endzweck auch durch Einführung der größten haaren Geldsummen inein Land nicht so sicher, als durch die papierne Münzen zu erreichen ist; weiles dem, der die liegenden Gründe besitzet, nicht leicht an äquivalirendem Cre-dit mangeln wird, anstatt daß derjenige, der nur baare Gelder zum Eigen-tum hat, sehr oft und bey tausend Vorfällen in Verlegenheit gerathen kann.Ein Mann, dem es nicht an Credit fehlt, kann sich alles anschaffen, was ihmgelüstet, ob er gleich bisweilen keinen haaren Heller im Hause hat.
Wenn demnach das Staatsinteresse zu erfordern scheint, daß die rei-chen Landeseinwohner etw r as mehr aufgehen lassen müssen, um dem ärmernarbeitsamen Theil'ihrer Mitbürger etwas zu verdienen zu geben: dann mußder Staatsmann auf eine Methode bedacht seyn, zwischen dem Fortgang der
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