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I. Band.
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über Handlung und Industrie. 44/7

die Lehre des Herrn Hume von der Handlungsbalanz, durchgegangen. DieDeutlichkeit, mit welcher sich dieser Verfasser auszudrüken pflegt, machtfeine Ideen ohne Mühe begreiflich; und wenn man einander recht versteht,so .hat gemeiniglich das Dilputiren bald ein Ende.

Um also die Natur der Handlungsbalanz zwischen Nationen meinen Le-sern noch heller aufzuklären, will ich, da wir den Inhalt des vorigen Capitelsnoch in frischem Gedächtnis haben, folgende Fragen untersuchen.

Erste Frage. Läßt sich aus der bey einer Nation vorhandenenQuantität haa-ren Geldes ein richtiger Schluss auf den Zustand ihrer Handlungsbalanz ziehen?

Ich antworte Nein. Es kann in einem Lande, gegen welches sich dieHandlungsbalanz schon feit vielen Jahren ungünstig bewiesen hat, ein grosserTheil von allen Baarschaften Europens befindlich seyn: und es kann in einemandern Lande, welches feit eben so vielen Jahren die Handlungsbalanz be-ständig zu seinem Vortheil gehabt hat, sehr wenig Geld vorhanden seyn.

Es kann die Balanz in jedem Handlungsartikel eine Nation begünstigen,die den ganzen Profit davon in auswärtigen Kriegen verschwendet.

Es kann die Balanz in jedem Handlungsartikel zum Nachtheil eines Lan-des ausschlagen, welches so viel Einkünfte hat, daß jener Verlust, den es lei-det, reichlich ersetzt wird, entweder aus seinen Bergwerken, oder aus an-dern Ländern, die ihm zinsbar sind, oder die ihm, wegen allerley politischerRücksichten, willig Subsidien geben.

Ausserdem giebt es noch andere Combinationen, welche sich auf dieBaarschaften selbst beziehen. Man kann sagen, dass das in einem Lande be-findliche Geld entweder dem Lande unbedingter weise (absolutely) zugehöre,wenn nämlich weder der Staat selbst, noch Privatpersonen , etwas an die Frem-den schuldig sind: oder, daß es ihm nur, vermöge eines Darleihens gehöre.Nun gehört zwar das Eigentum des Gelds, es mag geborgt seyn oder nicht,dem Lande zu: allein, der Unterschied liegt darin, daß, wenn es geborgt ist,die Acquisition der edlen Metalle das Nationalerbgut nicht vermehrt; das ist,es wird durch solches Geld kein Reichtum erworben. Ist es aber durch Industrieverdient worden, so vermehrt es den reellen Werth des Landes, zufolge derim 26ten Capitel dargelegten Grundsätze.

Kann nicht alsdann eine Nation, wenn sie gleich sehr wenig Gold undSilber hat, eine Subscription auf Millionen, gegen soviel proCent eröffnen?

Werden