über Handlung und Industrie. 4>7
nicht als das Repraescntativum seiner Indüstrie, die einen (b geringen Theildes Ganzen ausmachte, betrachtet werden. Athen besass vor dem pelopon-neüschen Krieg einen Schatz von iocoo Talenten: fünfzig Jahr hernach warganz Athen, wenn man alle obenerwähnte Artikel zusammen rechnete, keine6000 Talente werth. (Siehe des Herrn Hume politische Discourse über dieHandlongsbalanz).
Jene Schätze gingen im Kriege auf, und waren zu keinem andern Zweckaufgehoben worden. Daher ist meine im 22ten Capitel gemachte Anmerkungrichtig, dass nämlich der Krieg in den alten Zeiten eben die Wirkung gethanhabe, welche in den neuern Zeiten die Industrie thut. Er war das einzigeMittel, den Reichtum in Circulationzu bringen. Da nun der Friede eineallgemeine Stockung der Circulation verursachte, so gewöhnten sich die Leutewiederum zur alten Einfalt in ihren Sitten, und die Preise der Lebensrnittelblieben auf dem vorigen Fus, weil sich weder ein Zuwachs in den Begierden,«och eine stärkere Nachfrage nach unentbehrlichen Sachen hervorthat. Ge-nug für dismal von dem Zustand des Reichtums in den Tagen der Frugalität.
Die Römer brachten alle diese Königreiche der Griechen unter ihre Ge-walt, und zogen ihre Schätze nach Rom. Die Republik ging zu Grunde, undfast zweihundert Jahre hindurch fast eine Reihe der verschwenderischsten Prin-zen auf dem römischen Thron. Die unermeßlichen Schätze wurden in Cir-culation gebracht; und ich muss nunmehr eine Idee von den Wirkungen«geben, die aus einer solchen Revolution entstanden sind.
Ich habe bereits im 28ten Capitel angemerkt, daß, zufolge der grossenVerschwendung in selbigen Zeiten, die Preise überflüssiger Dinge überaushoch stiegen , nothwendige Artikel aber überaus wohlfeil waren. Dieses istin Facto unstreitig; und wer mehr hievon wissen will, der wird in des HerrnIViillace Dissertation upon theNumbers of Mankind in ancient and modern Ti-mes, p. 132. 133. eine schätzbare Sammlung von Beispielen des Luxus, desReichtums, wie auch der Simplicität der Alten, antreffen.
Was läßt sich aber wol für eine Ursache angeben, warum die überflüssi-gen Dinge so theuer, und die nothwendigen so wohlfeil bey den Alten ge-wesen sind? Die Ursache erhellt zur Gnüge aus unsern dargelegten Grundsä-tzen. Die Geldcirculation hatte damals keine Aehnlichkeit mit der in denneuern Zeiten. Die Wege zum Glück waren Bestechung, Betrug, Placke-
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