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I. Band.
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über Handlung und Industrie. 461

Dienste der Vanillen von Frankreich (laut des Edicts von Saumur vorn i2tenSeptember) förmlich in eine beständige Stern* (Taille) verwandelt wurden,* unddieses kann man als die Grundlegung der regulairen Kriegsmacht der französi-schen Nation betrachten. Niemand fiel in selbigen Zeiten auf die Muthmas-sung, dass eine solche Austage die Unterthanen drücken, oder ungerecht seynkönne; und wenn diejenigen, welche ihr unterworfen bleiben, anitzt unterder Bedrückung zu seyn scheinen, so scheint es blos deswegen so, weil sie inihrer alten Situation fortfahren. Persönliche Dienste sind unter allen Aufla-gen die schwersten.

Vierte Frage. Warum sind denn also die Taxen allcrwärts so sehr ver*schryen? warum scheinen sie eine so neue Erfindung zu seyn? und warumschmeicheln sich die Leute mit der Vorstellung, daß eine Möglichkeit vorhan-den sey, einer so allgemeinen Unterdrückung ein Ende zu machen? Ich ant-worte: Weil die Leute gemeiniglich auf Worte, und nicht auf Dinge, Achtgeben. Vormals lebten die mehrestenEinwohner von ihren Ländereyen, undwaren an persönliche Dienste gebunden. Diese Art von Auflage war gewöhn-lich, allgemein und gleichmässig; jede Classe des Volks war zu Diensten ver-pflichtet, die ihrem Rang im Staate angemessen waren. Die Anzahl solcherIndüstriöscn, die ganz und gar von den Ländereyen unabhängig lebten, undnicht der Privilegien der Städte und Zünfte genossen, war so gering, daß siekeinen Gegenstand der öffentlichen Aufmerksamkeit ausmachten. Ferner,man wusste damals von keinen andern als solchen Privilegien, die eine Folgedes Landeigentums waren; folglich waren jene unabhängige Leute gewisser-massen ohne Protection, sie waren niemands Vasallen; folglich hatten sie nie-mand , der sich ihrer annahm; folglich waren sie der Raub eines Jeden, derMacht hatte; und niemand bekümmerte sich darum, einen reichen Kerl, derviel Geld zusammengescharrt hatte, und nichts dafür zu thun schien, voneinem Baron, der sich im Dienste seines Landes zeigte, ausgeplündert zusehen. Wir finden in der Geschichte der Kreuzzüge, daß alle dergleichenGeldsammler äusserst verhaßt gewesen sind. Diese waren das, was wir itzt Han-delsleute nennen; vornemlich aus Haß gegen sie wurde das Geldausleihen aufZinsen für unchristlich erklärt, weil damals die Kaufleute und Geldausleiherhauptsächtlich aus Juden bestanden.

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