auswärts aufnehmen und im Lande Credit geben müssen. 197
Lust zu kaufen hat, muss Geld haben, oder er kann nichts kaufen; denn wenner auf Credit kauft, so kommt er in die erste Ordnung und muss bezahlen.
Durch das Zurückhalten des Geldes zum Gebrauch der Circulation, wel-ches die Banken eine Zeitlang thun können, mag das Kaufen gehemmet, dasBezahlen kam niemals gehemmet werden. Wenn nun die Masse des circu-lirenden Geldes so heruntergebracht ist, dass die hohem Classen des Volks, diefremde Producte gebrauchen, kein Geld finden können, zu kaufen, was kön-nen wir uns vorstellen, wie es den Fabricanten und den Kaufleuten, die ihreArbeit auskaufen, ergehen werde ? Hätte dieses Verfahren nur auf die hohemClassen einen Einfluß, um ihre antipatriotifchen Ausgaben im Zaum zu hal-ten, ohne dass es auf die niedrigen Classen einen Einfluss hätte , und ihrer Kunstund ihrem Fleisse Einhalt thäte, so würde ich es als eine unvergleichliche Ent-deckung ansehen; und wenn es sogar darnach eingerichtet werden könnte, daßes allein Kaufleuten und Krämern schadete, die mit ausländischen Waarenhandelten, so daß es sie abschreckte, diese Beschäfftigung fortzusetzen, so würdedaraus ein merkwürdiger Vortheil entstehen.
Aber leider! worin leiden sie Schaden? Sie handeln mit solchen Waa-ren, nicht, weil sie schlimme Bürger, sondern weil sie Freyleute sind, undsuchen einen Vortheil, wo es die Gesetze erlauben.
Vielleicht finden sie mehr Schwierigkeit, als andere Leute, so wie dieSachen stehen, Geld von der Bank zu erzwingen. Vielleicht werden sie mitSchimpfworten überhäuft, dass sie solche Zahlungen von der Bank erpressen,vielleicht wird ihr Credit bey der Bank eingezogen. Aber müssen nicht diebezahlen, die von ihnen kaufen ? und muß nicht die Bank Münze oder Briefefür die Noten geben, die sie empfangen, wenn sie ihr zur Bezahlung vorge-zeiget werden? Warum legt man ihnen denn Schwierigkeiten in den Weg?Jedermann weiß, dass keine menschliche Kunst es einem Kaufmann wehrenkann, alle Unkosten seines Handels auf feine Kundleute zu legen. Bessert denGeschmack der Kundleute, so könnet ihr dem Handel Einhalt thun, keinanderer Zwang wird den geringsten Nutzen haben.
Aber beraubet die Kundleute nicht durchaus ihres Geldes, um ihren Ge-schmack zu bessern, denn das Geld, was der Gutsherr empfängt, kommtvon dem Pächter für den Preis seines Korns u. s w. Würde es ein guter Ent-wurf seyn, den Soldaten dadurch das Branntweintrincken zu verwehren, daß
B b z man