Band 
II. Band.
JPEG-Download
 

2 } 4* XX VI. Cap. Nachricht von der königl. Mißißppihanh ,

Uebernehmung der Bank den Werth erstattet hatte, wie wir oben angefüh-ret haben. 5

Ich muss hiebey anmerken, dass, nach diesem Plan des Regenten, dieausgestellten Noten an einer Seite eine Art von Sicherheit hatten. So weit sie fürMünzen ausgestellet waren, die für den dagegen gegebnen grossem Werth inPapier eingebracht worden, waren diese Münzen die Sicherheit. Wenn aber ander andern Seite die Münzen an die Gläubiger des Staats ausbezahlet wurden,so entzog der Regent die Verpflichtungen, die er ihnen bewilligt hatte. Undob ich gleich gestehe, dass des Königs eigene weggenommene VerpflichtungdemPublico, dein solche in Banknoten bezahlet worden, keine Sicherheitwar, so waren doch die Interessen, die zuvor den Gläubigern entrichtet wur-den, ein Fond, durchweichen, nach den Grundsätzen des öffentlichen Cre-dits, die jährlichen Interessen der Noten versichert waren. Gewiss, hätte diefranzösische Nation eingesehen, auf welchem Grunde die Sicherheit ihres Pa-piers während des lyiAten Jahres stund, so würde solches vielleicht den Cre-dit der Bank unsicher gemacht haben; aber sie sahen es weder, noch unter-suchten sie es, und nachdenkende Leute waren alle in der Meinung, solangedie Bank nicht mehr Papier ausstellete, als Münze im Reiche sey , könnte keinSchade dadurch entstehen. Jeder, der den Dutot, Dc Meson, Savari undandere gelesen hat, wird davon völlig überzeugt werden *). Und ich ver-lange keinen weitem Beweis von der gänzlichen Unwissenheit der Franzosen

in

*) Es ist erstaunend, wie ernsthaft De Melon und Dutot von der Beschaffenheit desPapiergeldes, und von den Wirkungen der Veränderungen des Werthes in denMünzen, urtheilen. Sie scheinen beide darin einstimmig zu seyn,' dass ein Livreein Livre sey; ob er den 2Zsten oder den Z offen Theil einer Mark Silber ausmache,ob er eine auf Papier gut oder schlecht gesicherte Benennung sey, das wäre einegleichgültige Sache.

Ihre ganze Untersuchung lief allein auf die Frage hinaus, wer durch solche ein-fältige Handlungen, die man mit der Landesmünze vornahm, beraubet, und werdadurch in der Einbildung bereichert wäre?

Der Jargon solcher Leute trug gewiss vieles bey, die Einsichten des damaligenMinisterii zu verdunkeln, und ihnen glaubend zu machen, dass die Geldgeschäffteweit dunkeler und schwerer zu verstehen wären, als sie es wirklich waren.

Es giebt tausend Beispiele, wo Menschen mit aller ihrer Gelehrsamkeit undBeurtheilungskraft, gesunden Verstand in eine unauflösliche Wissenschaft verkehrethaben; und dieses ist, nach meiner Meinung, ein merkwürdiges Exempel davon.

Man