Band 
II. Band.
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2)6 XXVI. Cap. Nachricht von der konigl. Misßsippibank esc.

Die nächste merkwürdige und wichtige Revolution dieser berühmtenBank gab das Arret vorn 22 Febr. 1720, das die königliche Bank mit der In-dischen Gesellschaft verband.

Vermöge dieses Arrets übergab der König dieser Gesellschaft die ganzeVerwaltung der Bank, nebst allen Vortheilen derselben, seit dem 1 Jan. 1719und in den folgenden Zeiten. Ungeachtet dieser Uebergäbe blieb der Königfür alle Noten Bürge, die ohne Gutfinden desRaths nicht ausgefertigt werdendurften; die Gesellschaft mußte zu aller Zeit dem Könige von ihrer Verwal-tung Rede und Antwort geben, und verpflichtete sich, dem Könige, als eineSicherheit für ihre gute Einrichtung, nicht weniger als 1600 Millionen Livreszu leihen.

Hier ist die Epoche und der Anfang aller Verwirrung. Aus dieser An-leihe entstund der Fall des ganzen Systems.

Ehe ich aber zu der Erklärung des Entwurfs des Regenten bey diesenOperationen des Credits fortgehe, wird es, zur Erläuterung dieses Gegenstan-standes überhaupt, nach meinem Dünken, etwas beitragen, wenn ich einekurze Nachricht von dem Ursprung und dem Fortgang dieser großen Indi-schen Gesellschaft voranschicke, und einen kurzen Auszug der merkwürdig-sten Handlungen derselben, während des Miffisippiplans, nach der Zeitord-nung, worin sie aufeinander folgten, ertheile.

XXVII. Capitel.

Kurze Nachricht von der französischen Indischen Gesellschaft.

I 1 er Cardinal von Richelieu, dieser grosse Minister Ludwigs XIII, war der

erste, den 628, um die Zeit der Belagerung von Rochelle, Handlungs-gesellschaften errichtete.

Er brachte die West- und Ostindischen Gesellschaften zu Stande. ImAnfange der Regierung Ludwigs XIV wurden nach und nach verschiedene an-dere, eine nach Canada, eine nach den Inseln unter dem Winde, (LeewardIslands) und eine nach Cayenne errichtet.

Diese Gesellschaften hatten vor 1664 ihre Einrichtung oft geändert, undeinen schlechten Fortgang gehabt.

Damals