des Wechselpreises Zuvorzukommen sey. 34/7
ganz genau balanzirt; denn was die eine Parthey gewinnet, verlieret die an-dere; und das Land verlieret, wie gesagt, nur den Ueberschuß.
Wenn die wechselseitigen Schulden solchergestalt durch Wechselbriefeberichtigt werden, so sehen wir deutlich, daß weder London noch Paris beydiesem Handel gewinnen oder verlieren könne.
Der Vortheil der Franzosen wird durch den Verlust der Franzosen aus-geglichen; eben das kann man von den Englischen Kaufleuten sagen: aber dieBalanz, die ein Land schuldig bleibt, wenn diese Handlungen vorbey sind,und die entferntem Folgen von dem hohen Wechselpreise haben, auf das In-ternste beider Nationen Einfluss.
Diese Balanz wird insgemein von dem Lande Debitor, entweder an dasLand Creditor, oder an ein drittes Land, dem dieses schuldig ist, gesandt.
Die Versendung und Affuranz dieser Balanz verursacht denen Kosten,die solche schuldig sind, und wenn bey diesem Geschaffte ein Gewinn ist, zie-hen solchen die Wechsler eben dieser Nation, die es besorgen. Es mag alsoein Wechselpreis auf gezogene Briefe bezahlet werden, oder die Uebersen-dung der Balanzen Kosten machen, so kann die Nation Creditor zum Nach-theil des Schuldners nichts gewinnen; es muß daher im Durchschnitt derHandel, einer jeden Nätion zu beiden Theilen, den Gläubigern und Schuld-nern, schädlich seyn, wenn der Wechselpreis niedriger ist.
Ich komme nun zu der Methode, die Balanzen in Gold und Silber zuversenden.
Wir haben gesehen, wie die Gläubiger der Nation Debitor, den Wech-selpreis beydem Verkauf ihrer Briefe auf Paris, welches die Balanz schuldig ist,bezahlen. Wenn dieser Wechselpreis durch die Handlungen der Banquierszu ihrem Nachtheil mehr steigen würde, als die Unkosten, die Provisionund die Affuranz, um die Balanz von Paris zu bringen, betragen, dann wer-den sie irgend einen Factor in Paris bestellen, an dessen Ordre sie auf ihredortigen Schuldner trafliren; und da das, was die Pariser Schuldner an Lon-don zu zahlen haben, in Pfunden Sterling stehet, so werden die LondonerGläubiger das Pfund Sterling nach dem Weclisclcours zu ihrem Vortheil be-rechnen, und in ihren Briefen die Summe in Livres, den Wechselpreis miteingeschlossen stellen.
Wir