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II. Band.
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in Frankreich vor Ludwig XIV. 389

hatte, nach dem Sulli, isgr ein Einkommen von 32*0000 Pf. Sterl., undhinterließ ungefähr 16 Millionen Livres Schulden, welches keine große Sum-me war.

Hierauf folgte Heinrich IV; und durch die Gefchicklichkeitund den un-ermüdeten Fleiß seines großen Ministers, de Sully, vermehrten sich die Ein-künfte bey dem Anfang der Regierung LudwigsXIII bis über 6 Millionen Sterl.Durch dessen Kriege und Ausgaben wurden diese Einkünfte sehr mit Schuldenbeschweret hinterlassen; aber doch waren Taxen angeordnet, die soviel ein-brachten.; und bey der Regierung seines Nachfolgers, LudwigsXIV, erstrecktensich schon 1683 die Einkünfte auf nicht weniger als 9182914 Pf. Sterling, wieDutot, Reflex, pol. 2Tb. 8.2*6, berichtet. *)

Ein jeder, der im geringsten mit der Geschichte von England bekanntist, mag die vestgesetzten Einkünfte dieses Landes unter Heinrich VII und VIII,Eduard, Maria, Elisabeth und ihren Nachfolgern untersuchen: so wird er au-genscheinlich die grosse Ungleichheit des aus den Taxen entstehenden Reich-thums in beiden Reichen einsehen.

Aus diesen Umständen schlüsse ich, dass Schulden und Taxen in Frank-reich zu Richelieus Zeit gewöhnlicher waren, als sie wahrscheinlicherweise inEngland damals waren, als Davenant schrieb.

In jenem Reiche wuchs der öffentliche Credit lange unter dem Einflußder königlichen Macht empor: da er in diesem erst seit kurzen unter demSchutze der Freiheit, und einer sehr eingeschränkten Gewalt, entsprossen war.

Dieser Ursache schreibe ich den Unterschied zu, den wir unter denGrundsätzen des Englischen und Französischen Credits finden; und den riesen-mässigen Schritten, mit welchen Britannien seinen mächtigen Nebenbuhler inder Einrichtung des Credits seit dem Anfange dieses Jahrhunderts vorbeygeei-let, lege ich einer Wirkung bey, die jener Ursache gleich ist.

Ich weiss es, prophezeien ist Thorheit: aber man erlaube mir, zumuth-massen, daß diesclbigen Ursachen, die den Credit dieser Nation zu solchererstaunenden Höhe gebracht haben, entweder die Franzosen zwingen werden,

ihre

*) Die Summen sind alle nach dem Werth der französischen Livres in den verschiede-nen hier bemeldeten Perioden zu Pfunden Sterl. berechnet.

Grunds, der Staatsw. II. Band.

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