Band 
II. Band.
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«jo6 III. Cap. Wie fleißige Leute die proportionalen

Wenn es sich aber trifft, dass in des Schusters Ausgaben auch Unkostenin der Schenke, oder Konsumtion an Tagen, da er muffig gegangen, vor-kommen, so wird er solche nicht an sich zurückziehen; weil andere Schusters,welche die Schenke nicht besuchen, und nicht muffig sind, wolfeiler, als er,verkaufen werden; dannenhero muß er diese außerordentlichen Ausgaben von. feinem Verdienst .abziehen, und wenn solcher nicht zureichend ist, so muss erbey dem Schenkwirth in Schulden gerathen.

Die Ausschweifung und der Müßiggang einzcler Arbeiter, legt dem«nach der Industrie keine Hindernisse im Wege, und erhöhet die Preise nicht,denn diese werden sich allemal nach dem Begehr richten, und es läßt sichkeine Ursache angeben, warum der Begehr steigen oder fallen sollte, weil eineinzler Arbeiter ausschweifend ist, oder eine Waare gebraucht, die weder zuseiner Manufactur, noch zu seinem Unterhalte, nöthig ist.

Aus diesem Exempel entstehet eine neue Verbindung. In dem Verhält-nisse, da die Fleiffigen von dem Producf ihres eignen Fleißes nicht gebrau-chen, sondern mit dem Ganzen zu Markte kommen, und dann die Arbeit an-derer kaufen, sind sie, in Absicht der Taxen, als müffige Verzehret' anzuse-hen, die nicht arbeiten, sondern die Früchte des Fleißes anderer mit Gelderkaufen. Durch diese Handlung, wird der zu schätzende Fond über denUmfang des allgemeinen Ueberschußes B vermehret. Die Ursache ist deut-lich. Allein, was zu Markte gebracht, ist als der Uebcrschuß anzusehen,sintemal es allda von dem Muffigen so gut, als von dem Fleiffigen, gekauftwerden kann. Der einzige Unterschied ist, daß die erstem die Taxe nicht ansich zurückziehen, und daß solches die andern thun, wie wir schon gezeigethaben.

Wir können aus diesen Betrachtungen den Schluß machen, daß diePro-portionaltaxen dadurch zu der höchsten Grösse gebracht werden können,dass alle Waaren zu Markte gebracht werden, daß jeder genöthiget wird, dasganze Product seines Fleißes dahin zu bringen, und was er bedarf, zu kaufen.

Aber auf welche Art wollet ihr einen Pächter dahin bringen, feinen Vor-rath von Getraide zu verkaufen, und feine Lebensrnittel von einem andernzu kaufen? oder einen Schuster, feine Schuhe zu verkaufen, und von seinemNachbarn welche zu seinem Gebrauch zu kaufen ? Das Ding läßt sich nichtin die Wege richten; und wollte man es versuchen, so würde es ein willkühr-

liches