IV. Cap.' Von den Cumulativtaxeti, ^ 11
scher eine Tlwote und wohl gar eine dritte Vertheilung des Fehlenden über alleBeisleurende machen, die mit der ersten in dem genauesten Verhältnisse stehet,aber ihrer Natur nach unmöglich vorauszusehen ist. Aus dieser Ursache istdie taille hauptsächlich in diesem Reiche so unerträglich.
Diese zwoVertheilungen der Taxen, i) zerstören das Verhältniß zwischender Taxe und der taxirten Einnahme; 2) sie machen es unmöglich, über denBelauf derselben zu urtheilen, und endlich z) kommt die Forderung auf ein-mal, wenn vielleicht das Geld auf ändere Art angewendet worden.
Die französische Taxe auf die Industrie ist noch unerträglicher, weil da-bey keines von den oberwehnten drey Stücken feine Wirkung äussern kann.
Man nimmt an, daß diese Taxe den Vortheilen angemessen sey, diebey dem Handel und andern Zweigen der Industrie gemacht werden, indemsie das Land nicht zum Gegenstände hat. Alle Kaufleute und Gewerker inStädten und auf dem Lande zahlen die Taxe, indüflrie genannt; und diese istaus der Ursache, wie ich anderswo gemeldet habe, angeordnet worden, da-mit eine jede Privatperson, zu den Ausgaben des Staats, nach Maasgabe derVortheile, die er von demselben ziehet, etwas beitrage. Nichts wäre gerech-ter, wenn es nur zur Uebung gebracht werden könnte, ohne dem Staat mehrSchaden zu thun, als die dadurch erhaltene Einkünfte ihm Vortheil schaffenkönnen.
Ich will nun zeigen, wie an dieser Taxe alle drey erforderliche Stücke,deren wir erwehnet haben, fehlen.
1. Ihrer Natur nach kann sie kein genaues Verhältniß mit den Vorthei-len des Fleißigen haben; indem niemand, als die geschätzte Person, nurwahrscheinlich ihren Umfang errathen kann.
2. Es kann vermuthlich für ihre Anschaffung nicht gesorgt werden, in-dem man den, der sie anlegt, nicht im Zaum halten kann, ausser, insoweitfür jede Classe der Fleißigen allgemeine Regeln vestgesetzet sind; und darausentstehen wiederum andere Schwierigkeiten, wie wir bemerken werden.
3. Sie überfällt auf einmal die Armen, die oft gezwungen sind, ausMangel der Arbeit zu betteln, ehe der Taxeneiniammler feine Forderungenan sie machen kann; und die überbleiben, werden oft Bettler, ehe sie sol-che bezahlen können.
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