Band 
II. Band.
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$58 VII. Capitel. Folgen der Taxen,

cum bekommt einen großen Theil dieses erhöheten Preises, sintemal derselbezu den Bedürfnissen der Nation angewandt wird. Der völlige Belauf dieserAufgaben roulirt eben so gut, als ob ihn die reichen Eigner in Dingen, dievöllig nach ihrem Geschmack sind, angelegt hätten.

Ist es nicht augenscheinlich, daß diese Art, die Einkünfte eines Landesanzuwenden, eine weit größere Aufmunterung des Fleisses aller Arten wirket,als wenn die Eigenthümer allein diese Einkünfte aufgewandt hätten ? Siewürden nie darauf gedacht haben, Kaufleute zu werden, oder Manufactu*ren anzulegen, um auswärtige Märkte damit zu versehen ; alle ihre Ausga-ben würden die Ersetzung ihrer eignen Bedürfnisse zum Gegenstände gehabthaben; und es würde ihnen gleichgültig gewesen seyn, ob solche von Einhei-mischen oder Fremden ersetzet würden.

Wir wollen diese Lehre auf die allgemeine Erfahrung anwenden. Lassetuns die Beschaffenheit der Circulation einer Handelsstadt und eines Ortes imLande, wo viel Leute vorn Stande und großem Vermögen ihren Wohnsitzhaben, miteinander vergleichen. Wie weitläuftig sind die Gegenstände injenem, wie eingeschränkt in diesem Platze.

Lasset uns wiederum die Bedürfnisse der Regierung, und einer Handels-stadt vergleichen. Welche Mannigfaltigkeit neuer Bedürfnisse zeigen sichhier, die ersetzt werden müssen, und deren die Stadt nie nöthig haben kann.

Ich habe gezeiget, dass der grosse Belauf der Taxen von dem Einkom-men solcher Privatpersonen gehoben wird, die schon ihr Glück gemacht ha-ben, oder deren tägliche Vortheile ansehnlich sind. Ich habe angeführet, wieeingeschränkt die Ausgaben dieser Classe seyn müssen, wenn sie in Rücksichtauf die Beschäfftigung angesehen werden, welche sie dem Haufen des Volkesverschaffen. Zeiget nicht die Erfahrung voriger Zeiten, wie leicht aus demReichthum der Privatpersonen Schätze angehäufet werden, wenn nicht dieniedrigern Classen durch einen Geschmack an der Industrie aufgemuntert wer-den, neue Gegenstände der Begierden in den Reichen zu erregen. Was hatder Staat aus den verschwenderischen Ausschweifungen der Reichen für Nu-tzen, als nur dadurch, daß sie denen Beschäfftigung geben, welche die Ge-genstände der Üppigkeit anschaffen? Eben diese Ausschweifungen sind in ge-wissem Verstände Abgaben des Reichen zumBeßten der Arbeitsamen: sie ver-mehren die Ausgaben, und bringen Geld zur Circulation. In Spanien und1 Por-