IX. Cap. Folgen einer Abschaffung der Taxen. 569
Jos gehalten; die Preise scheinen durch eine Verminderung der Taxen auchnicht einmal zum Bessten der müßigsten Consumirenden, zufallen; sie stei-gen auch durch eine Vermehrung derselben nicht. Woher entstehen denndie Taxen? Aus welchem Fond werden sie genommen? Auf was für ein In-teresse haben sie Einfluß ? Ich kann alle diese Schwierigkeiten durch eine Ant-wort auf eine andere Frage auflösen. Woher entsteht der Werth eines kleinenPäckel Flachses, wenn feine Spitzen daraus verfertigt sind? Er entsteht ausdem Preise, der für die wohl angewandte Zeit bezahlt wird, die nichts ein-trägt , wenn man sie mit Müssiggehen zubringet.
Dieses ist der Fond, woraus der grösste Theil der Taxen bezahlt wird;es ist ein Fond, den der arbeitsame Britte herschaffet, der, wie ich hoffe,viele Jahrhunderte durch zunehmen wird, wenn gleich die Taxen nach Pro-portion zunehmen. Es ist zehnmal mehr werth, als alle Taxen, die gehobenwerden können, und als alles Eigenthum der Ländereien, ohne sie. Manbringe die Zeit müssig hin, so wird alles, was diese Insul hervorbringt, dieKosten der Regierung nicht auf einen Monath bestreiten.
X. Capitel*
Sind die Taxen ein Sporn des Fleisses 5 wie einige vorgeben ?
>-( s ist, a priori, nicht leicht auszufinden, wie die Taxen einen Sporn des■*—^ Fleisses abgeben können. Daß verschiedene Leute diese Meinung an-nehmen, rühret mehr aus ihren Empfindungen, in gefolg mancher Umständeher, die aus der Erfahrung entstehen, als aus dem, was die Vernunft, oderdie Natur der Sache zu erkennen giebt. Da aber nichts ohne eine gleich-mässige und natürliche Ursache entstehen kann, so ist es dienlich, dieses Staats-räthsel durch eine Anwendung der Grundsätze, die wir in den vorigen Capi-teln angegeben haben, zu untersuchen. Sind diese richtig, 10 werden sie unserklären, wie es zugehe, daß in den Ländern, wo die Taxen hoch, die Le-bensrnittel theuer sind, und ein jeder Umstand die Mittel zum Unterhalt schwerzu machen scheint, die Leute im größten Ueberfluß leben, am besten undbequemsten ihr Brod haben, und die Industrie daselbst dengrössesten Fort-gang hat.
Bbbb 3
Um