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II. Band.
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570 X. Cap. Sind die Taxen ein Sporn des Fleisses,

Um diese Frage aufzulösen, müssen wir uns an die Grundsätze erinnern,die auf die Vermehrung der Menschen, und den Wachsthum der Arbeit unddes Fleisses, einen Einfluss haben, und im erstenBuche angegeben sind. Wirerklärten darin , daß die Bedürfnisse der Menschen ihre Vermehrung be-fördern.

Wir stelleten das Geld, das Werkzeug der Veräußerung, als das primummobile dieses Geschafftes vor; wir zeigten, dass ein Verlangen des Reichen,'ein jedes Ding durch Geld zu erlangen, das ist: der Begehr, der Sporn desFleisses bey dem Armen sey; wir sagten, dass die Reichthümer nicht circuli-ren würden, wenn sie nicht einen Geschmack an der Pracht, das ist, an derConsumtion der menschlichen Arbeiten, einflößten; und dass sie sodann eherals ein Gott würden angebetet werden, als dass man sie zum Gebrauch derMenschen dienen liesse.

Man verbinde hiemit, daß die Auflage der Taxen ein Mittel ist, dasGeld zur Circulation zu bringen; daß die proportionalen Taxen die Wirkunghaben, von den Reichen einen hohem Preis für alles was sie kaufen, zu neh-men; welche Erhöhung zum bessten des Staats gereichet, "und sonst zu derZeit nicht zur Circulation gekommen wäre.

Ich schliefe aus diesen Grundsätzen, dass die Taxen den Fleiss beför-dern, nicht weil sie Privatpersonen aufgelegt werden, sondern weil sie vondem Staate verwandt werden, das heisst, weil sie den Begehr und die Circu-lation vermehren.

Ich kann aus den oben dargelegten Grundsätzen keinen Schatten einerUrsache entdecken, daraus ich den Schluß machen könnte, daß die Consu-mirenden auf einige Art und Weise angetrieben würden, mehr zu begehren,weil man einige Privatpersonen einen Theil ihres Gewinnes willkührlich durchCumulativtaven, oder andern durch proportionellen Taxen abnimmt, indemman den Preis dessen, was sie kaufen und verbrauchen, erhöhet; und ohnedem kann der Fleißige nie gereitzet werden, den Vor rath zu vergrößern.

Ich gebe gern zu, daß jeder, der eine Taxe zu bezahlen verbunden ist,ein Verlangen haben mag, sich für die Kosten schadlos zu halten, die ihm dieVermehrung seines Fleisses verursacht hat. Wenn aber auf der andern Seite dieTaxen einem jeden ansehnliche grössere Kosten, nach Maasgabe feiner Güter,verursacht haben, so würde es ungereimt seyn, wenn man diese Verminde-rung