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II. Band.
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wie einige vorgeben ?

Da wir eben von der Circulation bey den Alten reden, so will ich kürz-lich den Fortgang derselben in Europa bis auf unsere Zeiten, durch verschie-dene Veränderungen, entwerfen, und damit dieses Capitel beschliessen.

Als der Sitz des Kaiserthums nach Conslantinopel verlegt wurde, undalle Asiatische Provinzen den morgenländischen Kaisern unterworfen waren,so ward die Vermehrung der Münze und des Goldes und Silbers in dem abend-ländischen Kaiscrthum gehemmet.

Ein beträchtlicher Theil dessen, was ehemals da gewesen war, kam wie-der nach Conslantinopel, und das Uebrige ward ein Raub der barbarischenVölker, die das Reich verwüsteten. Dieses können wir die erste Periodenennen.

Da diese Barbaren alle alten Einwohner zu Sclaven machten, und siezwungen, ihnen alle Arten der Dienste zu leisten, so müssen sie wenig Geldnöthig gehabt haben. Es scheint, daß ihre Münze breit und dünne ge-wesen sey.

Nun überlege jemand die unmerkliche Abnützung des Silbergeschirres,und den noch großem Verlust an der circulirenden Münze; die großen Sum-men, die zurZeit der Kreuzzüge ausgeführet worden; die Menge dessen, wasbey Verheerung der Länder vergraben oder ins Wasser geworfen wurde; undsetze zu diesen Umständen hinzu, daß von dem fünften Jahrhundert nachChristi Geburt an, bis zur Entdeckung von Indien, vermuthlich wenig Goldoder Silber nach Europa gebracht worden, so wird er natürlicherweise urthei-len, dass damals weit weniger Münze, als zuvor gewesen seyn müsse.

Wie eingeschränkt die Circulation im i z ten und i4ten Jahrshundert gewe-sen sey, können wir aus der Anecdote von der Veräußerung in Frankreichwahrnehmen, die wir im dritten Capitel des vierten Theils vorn öffentlichenCredit angeführet haben. Weiter, die große Subordination, die durch dieLehensform der Regierung eingeführet wurde, und die Kriegsdienste, dazusoviele verpflichtet waren, machten, daß die Einfalt der Sitten, die demFleiße so nachteilig ist, beibehalten wurde. Daraus folgte, daß die Fürstenkeine Taxen auflegen konnten, und die Leute alles Geld in ihren Kasten ver-schlossen. Es ist uns bekannt, daß es derzeit sehr viele reiche Leute gab:aber ihr Reichthum flößte ihnen keinen Trieb ein, baar Geld zu ihrer Con-sumtion auszugeben.

Grunds, der Staatsw. II. Band ,

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