Band 
II. Band.
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XI. Capitel.

Betrachtung der Landtaxen , nebst einigen Anmerkungen über die Land-

taxen in England und Frankreich.

\! on allen Arten der Cumulativtaxen scheinet diejenige die beste zu seyn,^ die eigentlich auf Ländereien geleget wird; das ist: es finden sich dabeydie wenigsten Beschwerlichkeiten für die bezahlende Personen, und für denStaat bey der Einhebung derselben. Es ist klar und gewiß, daß dieses eine un-gleiche Austage ist; denn mit einer jeden Cumulativtaxe ist dieser Characterauf eine oder andere Art unvermeidlich verbunden. Sie belegt gleichfalls denEinkauf und die Verbesserung der Ländereien mit einem allgemeinen Vliscredit;weil die Eigenthümer natürlicherweise den Erhöhungen derselben unterworfensind, die eben so leicht auf den vollen Betrag des Einkommens', als auf einenproportionirlichen Theil desselben, getrieben werden können.

Wir haben davon in einem der vorigen Capitel Erwähnung gethan, wo wirannahmen, dass die Zinsen derNationalschulden so hoch hinauslaufen könnten,dass sie dem Werth aller Landrenten und dem völligen Einkommen der Pri-vatpersonen gleich kämen.

Die Landtaxen werden in verschiedenen Ländern auf veränderliche Artangelegt; und sollten in einem bestimmten Verhältniß mit der Pacht stehen,welche die Ländereien tragen. Allein, das geschieht niemals, und kann inder That auch nie geschehen. Der Werth der Ländereien verändert sich be-ständig durch den Fleiss der Besitzer; ausser dieser Ungleichheit giebt es an-dere Schwierigkeiten, die aus der ungleichen Austheilung der liegenden Gründeentstehen. In Schottland z.E., wird das Land in sehr grosse Theile vertheilet,und es finden sich sehr wenige kleine; die Pächter bearbeiten mehrentheilsdasLand anderer, die große Güter besitzen Ich glaube, in England ist es nichtso bestellt, und noch weniger in Frankreich und Deutschland.

Wenn demnach eine allgemeine Landtaxe aufgelegt würde, so würdesie Schottland wenig Schaden zufügen: in England wird sie denen schon lästi-ger, die wenig besitzen, weil die geforderte Summe in größerm Verhältnissemit dem vermuthlichen Ueberstuß stehet. In Frankreich ist es noch ärger,denn hier ist sogar der Schatten eines Verhältnisses ganz und gar vertilget, da

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